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18. März 2011| MVV

"Wir brauchen einen neuen Konsens über die Energieversorgung der Zukunft"

Mannheimer Energieunternehmen hat schon früh auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz gesetzt - Hauptversammlung der börsennotierten Stadtwerke-Gruppe blickt selbstbewusst in die Zukunft

Vorstandsvorsitzender Dr. Georg MüllerDownload

Nur mit einem neuen, überzeugenden Energiekonzept können nach Ansicht des Mannheimer Energieunternehmens MVV Energie die Weichen für den notwendigen Umbau der Energieversorgung gestellt werden. Dazu bedarf es eines breit getragenen gesellschaftlichen Konsenses. Auf der diesjährigen Hauptversammlung des Unternehmens hob der Vorstandsvorsitzende der im SDAX notierten Unternehmensgruppe, Dr. Georg Müller, am Freitag im Congress Center Rosengarten in Mannheim erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energiesparen als die Eckpfeiler eines gemeinsamen Verständnisses zwischen Politik, Energiewirtschaft und Öffentlichkeit hervor. Mit dem im Jahr 2000 beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie sei für ein Jahrzehnt eine tragfähige Plattform und Leitplanken für unternehmerisches Handeln geschaffen worden. Die Laufzeitverlängerung für deutsche Kernkraftwerke sei daher ein Schritt in die falsche Richtung.

Angesichts der aktuellen Ereignisse in Japan ist, so Dr. Müller, "auch in der Energiepolitik nichts mehr, wie es vorher war". Eine am Gemeinwohl ausgerichtete Energieversorgung, die Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit mit Umwelt- und Klimaschutz verbindet, sei längerfristig auch ohne Kernenergie möglich. Eine verantwortliche Politik müsse die Menschen auf diesem Weg mitnehmen - "ohne Angst und Sorge, sondern mit Vernunft und Überzeugung". MVV Energie habe seine Unternehmensgruppe schon früh auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz ausgerichtet und werde diesen Weg konsequent weiter gehen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/10 (1. Oktober 2009 - 30. September 2010) hat die Unternehmensgruppe nach den Worten ihres Vorstandsvorsitzenden ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt. So konnte das Unternehmen seinen Umsatz um 6 Prozent von 3,2 auf 3,4 Milliarden Euro steigern. Das bereinigte operative Ergebnis (Adjusted EBIT) konnte mit 239 Millionen Euro konstant gehalten werden. Mit einem ausgewogenen Geschäftsportfolio, innovativen Produkten und Dienstleistungen sowie Effizienzsteigerungen ist es MVV Energie damit gelungen, so Dr. Müller, "Marktchancen auch unter schwierigen Randbedingungen zu nutzen und sich nachhaltig besser zu positionieren".

Vor diesem Hintergrund schlagen Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung eine konstante Dividende von 90 Cent je Aktie vor. Die Ausschüttungssumme liegt damit erneut bei 59,3 Millionen Euro. Stabil ist auch die Dividendenrendite von rund 3 Prozent.

Das Unternehmen bekräftigte für das laufende Geschäftsjahr 2010/11 trotz der anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten den bereits im Januar veröffentlichten Ausblick. So will das Unternehmen bei Umsatz und Adjusted EBIT das Vorjahresniveau wieder erreichen. Auch angesichts der aktuellen Entwicklungen, anhaltend volatiler Märkte und sich verändernder politischer Vorgaben bleibe das Unternehmen "selbstbewusst, auch in den kommenden Jahren zu den führenden Energieunternehmen Deutschlands zu gehören".

So will MVV Energie bis 2020 den Anteil der erneuerbaren Energien an der eigenen Stromerzeugung von heute 19 auf 30 Prozent steigern und dazu insbesondere im Bereich der Windenergie investieren. Gleichzeitig setzt das Unternehmen auch in Zukunft verstärkt auf die Steigerung der Energieeffizienz durch die den Ausbau der umweltfreundlichen Kraft-Wärme-Kopplung und der Fernwärme. "Vier Fünftel der in einem Haushalt benötigten Energie entfallen auf Wärme", so Dr. Müller, "nur ein Fünftel auf elektrische Energie. Eine effizientere Wärmeversorgung bietet also einen enormen Hebel, um den Energieverbrauch insgesamt zu verringern". Daher fordert MVV Energie einen Fernwärmepakt, um das gesetzlich verankerte Ziel der Verdoppelung des Anteils des in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugten Stroms in Deutschland bis 2025 auf 25 Prozent auch tatsächlich zu erreichen. Dies sei mit gezielten Investitionsanreizen auch ohne Erhöhung des jährlichen Förderbudgets möglich. Dr. Müller: "Aus dem bloßen Nebeneinander erneuerbarer und konventioneller Energieerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung muss ein ökonomisch sinnvolles Zusammenspiel entstehen, in dem die Erneuerbaren mehr und mehr das Leitsystem bilden."

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