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Fernwärmespeicher von MVV Energie

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19. Juni 2013| MVV

Neuer Fernwärmespeicher wird ins Netz eingebunden

In den letzten Wochen und Monaten hat das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie auf dem Gelände des Grosskraftwerks Mannheim (GKM) den leistungsstärksten Fernwärmespeicher Deutschlands errichtet.

Er kann nun planmäßig in das vorhandene Leitungsnetz, das neben dem Mannheimer Stadtgebiet auch Heidelberg, Schwetzingen, Speyer und Brühl mit der umweltfreundlichen Fernwärme versorgt, eingebunden werden. MVV Energie nutzt dazu jetzt die hochsommerlichen Temperaturen mit ihrem vergleichsweise geringen Wärmebedarf, um dann rechtzeitig vor der nächsten Heizperiode alle Arbeiten erfolgreich abschließen zu können. Die aufwändigen und technisch anspruchsvollen Arbeiten beginnen am kommenden Sonntag und dauern rund drei Wochen bis Mitte Juli.

Dazu muss das Unternehmen am Sonntag, 23. Juni 2013, in der Zeit von 10 bis 14 Uhr und damit für die Dauer von vier Stunden die Einspeisung von Fernwärme in das Leitungsnetz abstellen. Auch wenn vermutlich niemand etwas davon merkt, weist MVV Energie darauf hin, dass es dadurch in diesem Zeitraum zu geringfügigen Beeinträchtigungen der Wärmeversorgung kommen kann.

Mit dem Fernwärmespeicher wird sowohl die Versorgungssicherheit für die rund 100.000 an das Fernwärmenetz angeschlossenen Haushalte weiter erhöht als auch ermöglicht, deutlich flexibler auf die unterschiedlich hohe Einspeisung von Sonnen- und Windenergie in das deutsche Stromnetz und die hieraus resultierende schwankende Nachfrage nach konventioneller Energie reagieren zu können.

Er ist damit ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz. Mannheim, das schon heute eines der größten Fernwärmenetze in Deutschland besitzt, wird dadurch seiner traditionellen Vorreiterrolle bei der Nutzung dieser klimaschonenden Wärmeversorgung auch in der Zukunft gerecht.

Die Anlage selbst entsteht auf dem Gelände des GKM zwischen dem bestehenden Block 7 und dem neuen Block 9. Sie besteht im Wesentlichen aus einem 36 Meter hohen und 45.000 Kubikmeter fassenden Stahlbehälter mit einem Durchmesser von 40 Metern, der vor Ort zusammengeschweißt wurde. Der Speicher verfügt über einen nutzbaren Wärmeinhalt von 1500 Megawattstunden. Dieses große Speicherprojekt leistet einen unverzichtbaren Beitrag zum Erfolg der Energiewende auf lokaler und regionaler Ebene.

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Roland Kress

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