Dr. Georg Müller auf der Hauptversammlung von MVV Energie am 4. März 2016 - dieses und weitere Bilder hier:

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04. März 2016| MVV Energie

MVV Energie setzt weiter auf erneuerbare Energien und Kraft-Wärme-Kopplung

Mannheimer Energieunternehmen investiert in den kommenden Jahren weitere 3 Milliarden Euro in das Energiesystem der Zukunft - Ergebnisdelle überwunden - Positiver Ausblick

Das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie will auch in den kommenden Jahren kräftig in das Energiesystem der Zukunft investieren. Nachdem das Unternehmen bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 470 Millionen Euro einen Investitionsrekord in seiner Unternehmensgeschichte erzielt hat, sollen weitere 3 Milliarden Euro in den Ausbau der erneuerbaren Energien und in die Stärkung der Energieeffizienz sowie die Modernisierung und Pflege der bestehenden Netze und Anlagen fließen. Das kündigte der Vorstandsvorsitzende von MVV Energie, Dr. Georg Müller, auf der diesjährigen Hauptversammlung des Unternehmens am Freitag im Congress Center Rosengarten in Mannheim an. "Wir ruhen uns auf dem Erreichten nicht aus. Wir setzen weiter auf Wachstum und auf die nachhaltige Verknüpfung von erneuerbaren und konventionellen Energien entlang der energiewirtschaftlichen Wert-schöpfungskette."

Nach Überzeugung von Dr. Müller liegen in der Energiewende für Deutschland nach wie vor mehr Chancen als Risiken. Vor den Aktionären betonte der Vorstandsvorsitzende, dass Deutschland mit seinem technischen Know-how, mit seiner wirtschaftlichen Kraft und dem breiten gesellschaftlichen Konsens für den Umbau der Energieversorgung zu einem Modellprojekt werden könne. "Und die Energiewende 'Made in Germany' damit zum Exportschlager", so Dr. Müller.

Notwendig dafür sei, nun den "laufenden Motor des Ausbaus der erneuerbaren Energien nicht abzuwürgen". Vielmehr müsse die Ausbaugeschwindigkeit in Deutschland gehalten und die Ziele mit Anspruch und Ambition fortgeschrieben werden. Der MVV-Vorstandsvorsitzende sprach sich daher dafür aus, das Ausbauziel für den Anteil erneuerbarer Energien am bundesdeutschen Strommix bis 2025 von heute 45 auf 55 Prozent zu erhöhen. Dr. Müller: "Wir können das erreichen, ohne das Tempo zu erhöhen. Wir dürfen nur nicht bremsen."

Das Unternehmen fordert daher entsprechende Anpassungen bei der künftigen Förderung der erneuerbaren Energien, die auf ein wettbewerbliches Ausschreibungsverfahren umgestellt werden soll. Insbesondere müsse dabei die Windkraft an Land als günstigste Form der erneuerbaren Energien weiter bundesweit ausgebaut werden.

Mit einem Regionenmodell, wie es auch der Bundesrat vorgeschlagen hat, können regionale Schwankungen am besten ausgeglichen und gleichzeitig der Netzausbaubedarf verringert werden. Dr. Müller: "Die Windkraft an Land ist der Treiber und der Lastesel der Energiewende." Deshalb seien der Ausbaukorridor für neue Windkraftanlagen an Land bei 2.500 Megawatt netto, also ohne Investitionen in Repowering, zu verstetigen und dabei auch die vorhandenen windhöffigen Standorte im Süden und in der Mitte Deutschland zu berücksichtigen: "Dezentrale Energien müssen dezentral angesiedelt werden."

Gleichzeitig spricht sich MVV Energie für einen weiteren Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in Verbindung mit der umweltfreundlichen Fernwärme aus. Auf dem Weg zum Energiesystem der Zukunft gehe es nicht um ein Entweder-Oder bei erneuerbaren und konventionellen oder bei dezentralen und zentralen Energien. Entscheidend sei vielmehr deren systemische Verknüpfung. Kraft-Wärme-Kopplung bilde zudem das Bindeglied zwischen Strom- und Wärmemarkt. "Eine erfolgreiche Energiewende", so Dr. Müller, "ist ohne Wärmewende nicht möglich." Gerade in Ballungsräumen und Großstädten sei die Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung daher die beste Lösung und auch in Zukunft Garant für Effizienz.

Ergebnisdelle überwunden – Positiver Jahresausblick
Nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden ist es dem Mannheimer Energieunternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 gelungen, das operative Ergebnis (Adjusted EBIT) um 3 Prozent von 170 auf 175 Millionen Euro zu steigern. "Mit der konsequenten Umsetzung unserer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Strategie haben wir damit wie angekündigt die Ergebnisdelle der letzten Jahre überwunden", betonte der MVV-Chef. Die eigene Umsatzprognose hat die Unternehmensgruppe mit 3,4 Milliarden Euro ebenfalls erfüllt.

Diese positive Ergebnisentwicklung setze MVV Energie auch im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2015/16 (1. Oktober - 31. Dezember 2015) fort. So stieg das operative Ergebnis im Vorjahresvergleich von 64 auf 103 Millionen Euro. Für das gute Ergebnis sorgten vor allem die beiden neuen Kraftwerke in England und die Zahlen des rheinland-pfälzischen Projektentwicklers für erneuerbare Energien Juwi, an dem MVV Energie seit gut einem Jahr mehrheitlich beteiligt ist. Naturgemäß werden in der Projektentwicklung in den Monaten Oktober bis Dezember die meisten Anlagen fertiggestellt und abgerechnet und damit der überwiegende Teil des Jahresergebnisses erwirtschaftet. Januar bis September sind demgegenüber durch Sach- und Personalkosten geprägt.

Gleichzeitig lieferten auch neue, im Laufe des letzten Jahres in Betrieb genommene Erneuerbare-Energien-Anlagen - neue Windparks und die beiden neuen Biomethananlagen in Staßfurt und Barby - sowie ein gegenüber dem Vorjahr gestiegenes Windaufkommen der eigenen Windparks positive Ergebnisbeiträge. Dr. Müller: "Auf der einen Seite sind und bleiben wir im Sparmodus, was unsere Ausgabendisziplin angeht, zum anderen ernten wir nun die Früchte unserer Arbeit der letzten Jahre."

Für das gesamte Geschäftsjahr bestätigte das Unternehmen den positiven Ausblick seiner Ergebnisprognose. Danach erwartet MVV Energie aus operativer Sicht einen Anstieg des Adjusted EBIT um etwa 15 Prozent. Auch beim Umsatz geht MVV Energie von einem Anstieg auf über 4 Milliarden Euro in diesem Geschäftsjahr aus.

Konstante Dividende
Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014/15 schlagen Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung eine konstante Dividende von 90 Cent je Aktie vor. Die Ausschüttungssumme liegt damit erneut bei 59,3 Millionen Euro.

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