19. Februar 2021 | Juwi AG

juwi baut Solarpark in Nord-Australien

Das 3,9-Megawatt starke Sonnenkraftwerk ist Teil einer Hybridlösung aus Batteriespeicher (3MW/5MWh) und 4,5 Megawatt-Dieselgenerator zur Versorgung der Stadt Jabiru im Northern Territory.

juwi Renewable Energy Pty Ltd, die australische Tochtergesellschaft des deutschen Projektentwicklers juwi mit Sitz in Brisbane, und das internationale Erneuerbare-Energieunternehmen EDL haben eine Vereinbarung zum Bau eines Solar-Hybrid-Kraftwerks unterzeichnet. Mit dem künftig erzeugten Strom sollen Einwohner sowie Touristen und Besucher der Stadt Jabiru nachhaltig und zuverlässig mit Strom versorgt werden.

Nach seiner Fertigstellung soll das Hybridkraftwerk mindestens die Hälfte des jährlichen Strombedarfs der 1.100-Einwohner-Stadt decken. Mit dem Bau soll in Kürze begonnen werden. Der Dieselgenerator soll bereits Ende 2021 in Betrieb gehen. Die Fertigstellung des Solarparks samt Batteriespeicher ist für Anfang 2022 geplant. Besitzer und Betreiber des Kraftwerks wird EDL sein.

Das Kombikraftwerk liegt inmitten einer bedeutendsten Nationalparks Australiens. Der Kakadu Nationalpark wurde wegen seiner einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt in die Liste der UNESCO Weltnatur- und der UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen. Er gilt als einer der schönsten Nationalparks Australiens. „Mit dem Hybridkraftwerk können wir den fossilen Anteil an der Energieversorgung der Stadt im Kakadu Nationalpark um mindestens 50 Prozent reduzieren. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit EDL erneut ein solches Projekt realisieren können und zu einer nachhaltigeren Energieversorgung von Jabiru beitragen können“, erklärt Dave Manning, Leiter des globalen Hybridgeschäfts von juwi.

Das Jabiru-Projekt ist für juwi bereits das sechste Projekt, das das Unternehmen in Australien realisiert. Insgesamt umfassen die juwi-Projekte Down Under inzwischen ein Investitionsvolumen von rund 100 Millionen Euro.

Neben der Entwicklung und Betriebsführung von Wind- und Solarparks ist der Bau von Hybridkraftwerken für nicht-netzgebundene Industrien, wie zum Beispiel Minen, ein wichtiges Wachstumssegment der juwi-Gruppe. Bei solchen Projekten werden PV- und/oder Wind-Kraftwerke mit Speichereinheiten ergänzt. Diese können dann über eine von juwi entwickelte Software, den „juwi Hybrid IQ“, intelligent in bestehende Inselnetze integriert werden. „Mit unserem weltweit bekannten DeGrussa-Projekt haben wir gezeigt, was Erneuerbare-Energien-Lösungen leisten können“, sagt Stephan Hansen, Mitglied des Vorstands und verantwortlich für das internationale Geschäft des Unternehmens. Aktuell baut juwi in Südafrika einen 10- Megawatt-Solarpark zur Eigenstromversorgung einer Goldmine.

 

Zur juwi-Gruppe

Die juwi-Gruppe zählt zu den führenden Spezialisten für erneuerbare Energien. Der Erneuerbare-Energien-Pionier bietet seit 25 Jahren die komplette Projektentwicklung sowie weitere Dienstleistungen rund um Planung, Bau und Betriebsführung erneuerbarer Energieanlagen an. Zu den Geschäftsfeldern der juwi-Gruppe zählen vor allem Projekte mit Wind- und Solarenergie sowie Hybridsysteme mit Speichern für industrielle Anwendungen.

Gegründet wurde juwi 1996 in Rheinland-Pfalz. Das Unternehmen hat heute seinen Firmensitz in Wörrstadt bei Mainz und gehört seit Ende 2014 zur Mannheimer MVV Energie AG, einer der größten kommunalen Energieversorger Deutschlands. Die juwi-Gruppe beschäftigt weltweit rund 850 Mitarbeiter und ist auf allen Kontinenten mit Projekten präsent. Niederlassungen gibt es in: Deutschland, Italien, Griechenland, Südafrika, in den USA, Japan, Australien, Indien sowie auf den Philippinnen, in Thailand und Singapur.

Bislang hat juwi im Windbereich weltweit mehr als 1.000 Windenergie-Anlagen mit einer Leistung von mehr als 2.400 Megawatt an rund 180 Standorten realisiert; im Solarsegment sind es rund 1.800 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 3.000 Megawatt. Diese Energieanlagen erzeugen zusammen jährlich rund neun Milliarden Kilowattstunden Strom; das entspricht rein rechnerisch in Deutschland dem Jahresbedarf von rund drei Millionen Haushalten. Für die Realisierung der Energieprojekte hat juwi in den vergangenen 25 Jahren insgesamt ein Investitionsvolumen von knapp zehn Milliarden Euro initiiert.


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