Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind zentrale Bausteine der DNA unseres Unternehmens

Als Vorreiter der Energiewende stellen wir Klimaschutz und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt unseres Handels. Unser Ziel ist es, bis spätestens 2050 als Unternehmen komplett klimaneutral zu sein. Dazu verzichten wir auf alle fossile Energien wie Kohle und Erdgas, bauen die erneuerbaren Energien weiter konsequent aus, stärken die Energieeffizienz und versorgen unsere Kunden vollständig mit grünen Energien. Gleichzeitig verringern wir nachhaltig unsere CO2-Emissionen und unterstützen auch unsere Kunden dabei, ihre eigene Klimaneutralität umzusetzen.

Unsere Strategie haben wir seit Jahr auf das Energiesystem der Zukunft ausgerichtet und stellen die Erzeugung von Strom und Wärme Schritt für Schritt auf erneuerbare Energien um. Wir nutzen wir vor allem die Kraft von Wind und Sonne sowie klimaneutrale Biomasse und nicht wiederverwertbare Abfälle. So stammt bereits heute rund die Hälfte unseres Stroms aus erneuerbaren Quellen.

Neben Strom spielt die Wärmewende für uns eine zentrale Rolle. Denn ein Drittel aller CO2-Emissionen in Deutschland sind auf die Erzeugung und Nutzung von Wärme zurückzuführen. Deshalb setzen wir auf die Grüne Wärme und machen auch die Wärmeversorgung CO2-frei – erneuerbar, nachhaltig und sicher. Bereits heute stammen rund 30 Prozent unserer Fernwärme in Mannheim aus klimaneutralen Energien.

Fakt: Rund die Hälfte unseres Stroms und rund ein Drittel unserer Fernwärme stammen bereits aus klimaneutralen Energiequellen.

„Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind zentrale Bausteine der DNA unseres Unternehmens. Bis spätestens 2050 wird unser Unternehmen klimaneutral sein.

Als Meilensteine auf diesem Weg haben wir klare und transparente Klima- und Nachhaltigkeitsziele, an deren wir uns auch jederzeit messen lassen. Darauf können sich unsere Kunden und Partner verlassen.“

Dr. Georg Müller, Vorstandsvorsitzender

Unser Weg zur Klimaneutralität

Der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien zur Schaffung des Energiesystems der Zukunft bildet für uns auch die Grundlage zur Verringerung der Treibhausgabe. Die Dekarbonisierung der Energieversorgung nimmt daher eine zentrale Rolle für den Klimaschutz ein.

Deshalb haben wir uns konkrete Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsziele gesetzt:

Bis zum Jahr 2026 werden wir ...

  • Bis 2026 möchten wir 10.000 Megawatt erneuerbare Energien frisch ans Netz bringen, vor allem Windenergieanlagen an Land sowie Photovoltaikanlagen.

    Klimaschutz und der Umbau der Energieerzeugung stellen eine globale Herausforderung dar. Von daher werden die neuen Anlagen sowohl im In- als auch im Ausland entwickelt und realisiert.

    10.000 Megawatt entsprechen in etwa der installierten Leistung von zehn Großkraftwerken.

  • Wir investieren konsequent in den Ausbau erneuerbarer Energien, aktuell vor allem in Windenergie an Land sowie in Biomasse. Spätestens im Jahr 2026 möchten wir die eigene Erzeugung aus erneuerbaren Energien gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 mindestens verdoppeln. Bereits zwischen 2010 und 2016 haben wir unsere Erzeugungskapazitäten bei erneuerbaren Energien-Anlagen um 100 Prozent gesteigert – von rund 200 Megawatt auf 418 Megawatt.

    Mit diesem Nachhaltigkeitsziel verdeutlichen wir, dass wir unsere bisherigen Erfolge beim Umbau des deutschen Energiesystems als Bestätigung unserer Strategie und als Motivation begreifen, das Investitionstempo weiter hoch halten. Die erneute Verdopplung innerhalb einer Dekade auf dann rund 800 Megawatt entspricht der Leistung eines Großkraftwerks. Damit können weitere 300.000 Haushalte mit nachhaltig erzeugtem Strom beliefert werden.

    Wie schnell sich dieses Zubauziel erreichen lässt, beeinflussen auch die Entwicklungen an den Märkten und im regulativen Umfeld. Auch die Aufteilung auf einzelne Technologien hängt von der Wettbewerbsintensität, den erzielbaren Projektrenditen und der Weiterentwicklung des EEG ab. Innerhalb dieser Rahmenbedingungen werden wir – wie schon in den vergangenen Jahren – den Markt intensiv beobachten und unsere Chancen nutzen.

    Jeweils rund die Hälfte unseres heutigen Portfolios besteht aus Biomasse und biogenem Abfall sowie Windenergie. Anlagen unserer vollkonsolidierten Unternehmen rechnen wir dabei zu 100% ein, die weiteren entsprechend ihrer Beteiligungsquote.

  • Stand heute, bewirken wir im Energiesystem CO2-Einsparungen von rund 480.000 Tonnen netto jährlich, also echte, klimawirksame Einsparungen. Bis zum Jahr 2026 werden wir diese auf mindestens 1 Million Tonnen netto pro Jahr steigern. Bei diesem ambitionierten Ziel werden wir nur klimawirksame CO2-Einsparungen berücksichtigen, bei denen wir selbst investieren oder das wirtschaftliche Risiko tragen.

    Vor allem unseren eigenen Erneuerbaren-Anlagen sowie Projekte zur Effizienzsteigerung kommen hier zu Tragen. Auch z.B. das neue hocheffiziente Gasheizkraftwerk in Kiel, mit dem wir beweisen, dass zur Energiewende auch Investitionen im nicht-erneuerbaren Bereich beitragen können.

    Die CO2-Einsparung von einer Million Tonnen netto ist vergleichbar mit den jährlichen Emissionen von 300.000 PKW bei einer jährlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometern.

  • Mit dem Ziel, spätestens 2026 einen klimaneutralen Geschäftsbetrieb zu haben, unterstreichen wir auch jenseits der Energieerzeugung und Produkte die Ernsthaftigkeit unserer Dekarbonisierungsstrategie.

    Die CO2-Reduktion wird durch einen Mix aus dem Einsatz erneuerbarer Energien und Energieeffizienzmaßnahmen erreicht. Da 2026 noch nicht der gesamte Energieverbrauch der Gebäude zu 100% aus erneuerbaren Energien erfolgen kann, werden die Restemissionen im Scope 2 ggf. temporär kompensiert.

    Das Ziel umfasst alle großen Standorte von MVV, also Mannheim, Kiel, Offenbach und Wörrstadt. Die Treibhausgase unseres Geschäftsbetriebs belaufen sich auf rund 10.000 Tonnen jährlich.

Bis zum Jahr 2030 werden wir ...

  • Neben der Steigerung der Energieeffizienz in unseren eigenen Anlagen werden wir schrittweise den Einsatz von fossilen Brennstoffen für die Erzeugung von Strom und Wärme reduzieren und in der Energieerzeugung auf erneuerbare Energie­quellen setzen. Das Ziel umfasst sowohl unsere eigenen Energie­erzeugungs­anlagen als auch Anlagen, an denen wir Beteiligungen halten. 

    Die Reduktion auf unter 2 Mio. Tonnen stellt sicher, dass die für MVV anteilig erforderlichen CO2-Reduktionsziele der Energiewirtschaft erreicht werden.

  • Für den Gebäude-Sektor müssen gemäß des Klimaschutzgesetzes bis 2030 sehr ambitionierte CO2-Reduktionsziele erreicht werden. Unsere Fernwärmeversorgung hat bereits heute einen CO2-Fußabdruck, der deutlich geringer ist als bei den meisten dezentralen Wärmequellen. 

    Hier planen wir eine Reduktion auf unter 120 g CO2 /kWh bis 2030, sodass wir innerhalb der kommenden zehn Jahre die wärmebedingten Emissionen um mehr als 40 Prozent reduzieren. Insbesondere in Ballungszentren bleibt damit unsere Fernwärme eine der sichersten und umweltfreundlichsten Wärmequellen.

  • Die Energieprodukte von MVV sind mit Treibhausgasen verbunden – sei es bei unseren Kunden oder bei den Kraftwerksbetreibern. Deren Emissionen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette werden in unserer Klimabilanz als indirekte Emissionen ausgewiesen.

    Indem wir immer mehr grüne Energie vertreiben, stellen wir sicher, dass wir die notwendige Reduktion der indirekten Emissionen von durchschnittlich rund 3 Prozent jährlich erreichen.

    Nicht alle indirekte Emissionsquellen sind durch uns beeinflussbar, wie beispielsweise der Carbon Footprint von eingekauften Gütern und Dienstleistun­gen. Insoweit ist wird eine Klimaneutralität bei den indirekten Emissionen entscheidend davon abhängig, ob und wie schnell das Klimapaket der Bundesregierung, der Green Deal der EU sowie die Klimaschutzanstrengungen aller Branchen Wirkung zeigen.

Fakt: Anfang Oktober 2020 haben wir als eines der ersten Unternehmen die Klima­schutz­vereinbarung des Landes Baden-Württembergunterzeichnet. Dazu arbeiten Landes­regierung und MVV als Bündnispartner für einen ambitionierten und nachhaltigen Klima­schutz zusammen.

„Als Energieexperte für Klimaneutralität und innovativer Partner bieten wir unseren Kunden – vom Privathaushalt über Gewerbe, Mittelstand und Industrie bis hin zu Städten und Kommunen – Produkte und innovative Dienstleistungen für ihre eigene Energiewende an.

Gleichzeitig investieren wir auch in den kommenden Jahren rund drei Milliarden Euro in die Energiewende und das Energiesystem der Zukunft.“ 

Dr. Georg Müller, Vorstandsvorsitzender

Kontakt

Dr. Mathias Onischka
Abteilungsleiter Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeitsbericht Geschäftsjahr 2019

Veröffentlicht am 25.02.2020

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MVV Dekarbonisierungsziele

gemäß Science Based Targets.

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