Der Netzentwicklungsplan (NEP) zeigt deutlich: Der Strombedarf in Deutschland wird in den kommenden Jahren erheblich steigen. Der Umstieg auf E-Mobilität und der Einsatz von Wärmepumpen führen zu einem steigenden Strombedarf. Sie sind entscheidend für die Energiewende – und führen gleichzeitig zu einer deutlich höheren Last im Stromnetz.
Gemeinsam für die Energiewende
Die Energiewende braucht mehr als grünen Strom – sie braucht eine leistungsfähige Netzinfrastruktur. Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien verändert sich, wo Strom erzeugt und wie viel verbraucht wird. Damit Sonnen- und Windstrom zuverlässig bei Haushalten und Unternehmen ankommen, investiert MVV Energie in den umfassenden Ausbau der Netzinfrastruktur.
Dazu gehören Maßnahmen wie der Leitungsbau, die Verstärkung bestehender Trassen sowie der Bau und die Modernisierung von Umspannwerken. Diese Projekte sichern eine zuverlässige Versorgung, stärken die regionale Wirtschaft und schaffen die Basis für eine klimafreundliche Zukunft.
Unsere bestehende Energieinfrastruktur stößt zunehmend an ihre Grenzen. Prognosen zeigen: Bis 2037 wird die Netzlast um rund 80 % steigen, bis 2045 sogar um ca. 90 %. Um diese Entwicklung zu bewältigen und die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten, sind umfassende Modernisierungen und zusätzliche Maßnahmen erforderlich
Um die Stromversorgung in Mannheim und der Region zuverlässig zu gewährleisten, braucht es ein starkes und zukunftsfähiges Stromnetz.
Dafür investiert MVV in Projekte, die den überregionalen Strom (380-kV-Höchstspannungsnetz) in die Region bringen.
Das gelingt durch die Modernisierung bestehender Infrastruktur und den Bau neuer Umspannwerke, die als Verbindung zwischen dem Höchstspannungsnetz und der regionalen Versorgung dienen.
Der Netzentwicklungsplan (NEP) zeigt deutlich: Der Strombedarf in Deutschland wird in den kommenden Jahren erheblich steigen. Der Umstieg auf E-Mobilität und der Einsatz von Wärmepumpen führen zu einem steigenden Strombedarf. Sie sind entscheidend für die Energiewende – und führen gleichzeitig zu einer deutlich höheren Last im Stromnetz.
Von Höchst- zu Niederspannung
So gelangt der Strom in Ihre Steckdose
Wenn Sie Ihren Föhn oder Ihre Schreibtischlampe einschalten, hat der Strom bereits eine lange Reise hinter sich. Er wird von großen Erzeugern wie Kraftwerken oder Offshore-Windparks über Höchstspannungsleitungen quer durch Deutschland transportiert. Diese Leitungen sind so ausgelegt, dass sie den Strom effizient über weite Strecken übertragen, ohne dass viel Energie verloren geht.
In der Nähe von Wohngebieten angekommen, wird die Spannung in Umspannwerken reduziert. Von dort aus verteilt sich der Strom über Verteilungsleitungen in die verschiedenen Stadtteile und schließlich zu den Haushalten. An weiteren Transformatoren wird die Spannung nochmals gesenkt, damit der Strom sicher in unseren Steckdosen genutzt werden kann.

Projektinformationen
Umspannwerk 1 Neckarstadt West
- Spatenstich: 27. November 2025
- Inbetriebnahme: Bis Ende 2028
- 110-kV-Schaltanlage:
- Lieferant: Siemens Energy
- 26 Schaltfelder, Clean-Air-Technologie
- Größte in Deutschland geplante SF6-freie blue-GIS-Anlage mit Dreifach-Sammelschiene
- Schaltanlagengebäude:
- Bauunternehmen: Diringer & Scheidel Bauunternehmung GmbH & Co. KG
- Bauweise: Sandwich-Bauweise (vorgefertigte Wand- und Dachelemente)
- Gesamtinvestitionsvolumen: ca. 31 Millionen Euro



