06. August 2010 | MVV

Fernwärme-Druckpumpen in Ketsch erfolgreich eingehoben

MVV Energie installiert weitere Pumpen in Kürze in Speyer - Termingerechte Fertigstellung der 21 Kilometer langen Fernwärmetrasse von Mannheim nach Speyer im Oktober 2010

Die Premiere war erfolgreich: Nach vier Stunden Präzisionsarbeit sind die beiden 11 und 12 Tonnen schweren Druckpumpen im fast fertig gestellten Druckpumpenhaus in Ketsch an der Brühler Landstraße in ihrer endgültigen Position angekommen. Mit Hilfe eines Schwerlastkrans wurden die Anlagen für die neue Fernwärmeleitung von Mannheim nach Speyer in das Gebäude eingehoben. "Alles hat perfekt gepasst. Die Berechnungen stimmten genau", ist Klaus-Georg Mink, beim Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie und im Fernwärmeprojekt zuständig für den Anlagenbau, erleichtert.

Im Mai 2009 starteten die Bauarbeiten für eines der derzeit größten Fernwärmeprojekte in Europa über eine Länge von 21 Kilometern und durch zwei Bundesländer. Auf beiden Rheinseiten wird seither gleichzeitig in mehreren Bauabschnitten gearbeitet. Damit die Fernwärme mit ausreichendem Druck aus dem Grosskraftwerk Mannheim (GKM) über die Gemeinden Brühl und Ketsch bei den Stadtwerken in Speyer ankommt, schließt MVV Energie entlang der Fernwärmetrasse in den nächsten Tagen drei Rücklaufpumpen in Speyer an. Über 90 Prozent der Rohrleitungen sind bereits verlegt.

Allmählich rückt der Termin für die Inbetriebnahme dieses Vorzeigeprojektes für den Klimaschutz in der Metropolregion Rhein-Neckar immer näher. Ab Oktober 2010 wird nach rund 16 Monaten Bauzeit in einem ersten Schritt die Leistung von rund 30 Megawatt Fernwärme an der Stadtgrenze von Speyer bereit gestellt. Je nach Bedarfsentwicklung der Stadtwerke Speyer kann die Leistungskapazität anschließend stufenweise auf bis zu 40 Megawatt gesteigert werden. "Neben Speyer können so künftig auch Teile der Gemeinden Ketsch und Brühl von der günstigen und umweltfreundlichen Wärmeversorgung profitieren", betonte Projektleiter Hans-Joachim Dausch von MVV Energie.

Anstatt ihr über 40 Jahre altes eigenes Heizkraftwerk zu ersetzen, entschloss sich Speyer gegen eine Ersatzinvestition und für die attraktive und umweltfreundliche Alternative der Fernwärmeversorgung aus Mannheim. Um die Stadtwerke Speyer mit Fernwärme beliefern zu können, errichtet und betreibt MVV Energie eine Fernwärmetransportleitung nach Speyer und investiert dafür 18,6 Millionen Euro. Eine Reihe von Herausforderungen galt es beim Leitungsbau zu meistern: Bahngleise, unterirdische Bäche und der Rhein mussten unter- oder überquert werden.

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