Das Mannheimer Modell

Unsere Zukunft: #klimapositiv

Echte CO2 -Reduktion  „Beyond Carbon Zero“

Deutschland ist auf dem Weg, bis 2045 klimaneutral zu werden. Wir bei MVV werden bereits bis 2040 klimaneutral. Und wir gehen sogar noch einen Schritt weiter: Wir werden als eines der ersten Energieunternehmen in Deutschland sogar klimapositiv. Unser Ziel für die Zeit ab 2040 ist: "Beyond Carbon Zero". So leisten wir einen wichtigen Beitrag dazu, die Erderwärmung gemäß des Pariser Klimaabkommens auf 1,5 °C zu begrenzen.

Wir werden #klimapositiv – und schaffen echte CO2-Reduktion.

Das Mannheimer Modell

Mannheim ist Vorreiterstadt der Energiewende – und hat alle Voraussetzungen, eine der ersten deutschen klimaneutralen Smart Cities zu werden. Dabei hilft uns die typische Mannheimer Macher-Mentalität ebenso wie die natürlichen Gegebenheiten und Ressourcen in unserer Region.

Hand in Hand mit der Stadt Mannheim setzen wir alle Hebel in Bewegung, um Wärme, Strom und Verkehr grün zu machen und MVV-Kunden mit neuen Lösungen bei ihrer Dekarbonisierung zu unterstützen.

Dafür erschließen und nutzen wir alle verfügbaren umweltfreundlichen Technologien und grünen Optionen.

 

Über Mannheim zu den Klimazielen von Paris

Das Ziel ist klar: Um kommenden Generationen einen gesunden Planeten zu hinterlassen, müssen wir die Erderwärmung auf maximal 1,5 °C begrenzen. Als verantwortungsvolles Unternehmen sind wir gefordert, sofort zu handeln. Die MVV geht hier bereits seit Jahren mit gutem Beispiel voran.

Wir machen Klimaschutz und die Energiewende zu den Maximen unseres Handelns – in all unseren Tätigkeitsfeldern.

  • Gut ein Drittel der CO2-Emissionen in Deutschland stammen heute aus Warmwasser und Wärme von Häusern und Wohnungen – die Wärmewende ist also der entscheidende Hebel für die Energiewende. Deshalb bringen wir von MVV neue, grüne Energien und Technologien voran. Wir gestalten modernste energetische Infrastruktur, die als Blaupause für Smart Cities in ganz Europa dienen kann. Und wir erfinden die Fernwärme ein zweites Mal neu, wobei wir auf das breiteste aller grünen Strom- und Wärme-Portfolien deutscher Energieunternehmen setzen: von der Restwärme aus thermischer Abfallbehandlung über regenerative Energiequellen wie Biomasse, Biomethan oder Flusswärme bis hin zu neuen Möglichkeiten in den Bereichen Geothermie, biogener Klärschlammverbrennung und industrieller Abwärme.

  • Um vollständig CO2-freien Strom zu bekommen, brauchen wir mehr erneuerbare Energien. Deshalb bauen wir sie konsequent aus. Mit unseren 100%-Töchtern Juwi und Windwärts bringen wir Wind- und Solarenergie weltweit voran. Wir verzichten bewusst auf Übergangslösungen wie den Neubau von Erdgas-Anlagen. Und: Bis spätestens 2026 werden wir bei der MVV unsere eigene grüne Stromerzeugung gegenüber 2016 mindestens verdoppeln und 10.000 Megawatt aus erneuerbaren Quellen frisch ans Netz bringen – aus Wind, Sonne, Biomasse und Biomethan. Das entspricht in etwa der installierten Leistung von zehn Großkraftwerken. Unser klares Ziel ist, unseren gesamten Strom zukünftig zu 100% aus erneuerbaren Energien zu erzeugen.

  • MVV ist ein wichtiger Partner für alle unsere Kunden – von Privat- und Gewerbekunden bis hin zu Wirtschaft und Industrie – bei ihrer Dekarbonisierung. Wir setzen sowohl im B2C- als auch im B2B-Geschäft voll auf Energieeffizienz und Klimaneutralität, versorgen Rechenzentren mit grüner Energie und bieten umfassende Lösungskonzepte für die Minderung der Treibhausgasemissionen von Unternehmen aller Größenklassen an. Privatkunden bekommen bei uns Kombiprodukte und Dienstleistungen für ihre ganz persönliche Energiewende daheim. Wir bringen uns zudem in der Initiative „Industriestandort Mannheim“ ein. Unter anderem stellen wir die Ladeinfrastruktur für den weiteren schnellen Ausbau der Elektromobilität bereit – lokal und regional, für firmeneigene Fuhrparks und Privatleute, oft in Verbindung mit PV-Anlagen. Nach und nach machen wir so alle unsere Produkte und Lösungen für unsere Kunden grün.

Klimapositiv – wie geht das?

Die MVV wird langfristig nicht nur klimaneutral, sondern klimapositiv sein. Dann entziehen wir der Atmosphäre mehr schädliche Treibhausgase, als wir ausstoßen. Der Schlüssel: thermische Abfallbehandlung.

Sowohl bei der natürlichen Zersetzung als auch bei der Verbrennung von Restabfall entweicht CO2. In unseren thermischen Abfallbehandlungsanlagen (kurz TABs) können wir das Treibhausgas nach der Verbrennung aus dem Rauch abfangen, um es anschließend sicher zu speichern.

In den TABs werden Restabfälle im Volumen zunächst deutlich reduziert. Dabei werden vorhandene Schad- und Giftstoffe vollständig neutralisiert. Restemissionen an Feinstaub, Stickoxiden und Schwefeldioxiden werden über hochmoderne Rauchgasreinigungsanlagen herausgefiltert. Am Ende des Prozesses werden zudem nicht-recycelte Wertstoffe, beispielsweise Metalle und Wertstoffe für die Bauindustrie, aussortiert und wieder nutzbar gemacht, also wieder in den Wirtschaftskreislauf eingebracht.

Wir gewinnen aus den Abfällen zunächst einmal wertvolle Energie: Die im Restabfall befindliche Energie nutzen wir in Form von Wärme, Strom und Prozessdampf für Industrie und Haushalte. 

Und wenn wir die Kohlenstoffverbindungen des Restabfalls im Rauchgas so herausfiltern, dass diese Emissionen nicht in die Atmosphäre gelangen, sondern sicher gelagert oder ihrerseits wieder als Einsatzstoff genutzt werden, dann ist dieser Prozess sogar CO2-negativ:

Derzeit sind ca. 50 % der in einer Thermischen Abfallbehandlungsanlage verwerteten Abfälle eines biogenen Ursprungs. Die aus den biologisch abbaubaren Anteilen von Abfällen aus Haushalten und Industrie erzeugte Wärme wird nach dem Gebäudeenergiegesetz als Biomasse und damit als erneuerbare Energie im Sinne des Gesetzes eingestuft. Der biologisch abbaubare Anteil im Abfall stammt aus biogenen Quellen wie Holz, Papier, Küchen- und Gartenabfälle, welche bei der Entstehung (z.B. Baumwachstum) CO2 aus der Atmosphäre entzogen haben. Die Verwertung von biogenen Abfällen ist demnach klimaneutral, weil dabei nur so viel CO2 aus den Abfällen freigesetzt wird, welches vorher durch bspw. biologisches Wachstum der Atmosphäre entzogen worden ist. Wenn dieses - dem Produkt innewohnende - CO2 bei der thermischen Verwertung jedoch durch CO2-Abscheidung und Speicherung immobilisiert wird, wird durch das Vermeiden der Wiederfreisetzung des CO2 in die Atmosphäre eine CO2-Senke und somit ein klimapositiver Beitrag geschaffen. Technisch wollen wir das so umsetzen, dass wir die Kohlenstoffverbindungen im Rauchgas des biogenen Restabfalls abscheiden, so dass diese nicht in die Atmosphäre gelangen, sondern sicher gelagert oder ihrerseits wieder als Einsatzstoff genutzt werden. Wir entziehen damit der Atmosphäre mehr CO2 – und werden klimapositiv.

Es geht um uns: Lösungen für unsere Kunden

Mit neuen, grünen Produkten und Lösungen helfen wir unseren Kunden, ihre eigene Strom-, Verkehrs- und Wärmewende zu meistern und ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen