19. August 2010 | MVV

UBA-Präsident Flasbarth besucht MVV TREA Leuna

Hochmoderne Anlage verwertet Abfälle aus acht Landkreisen - Insgesamt hat Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie 180 Millionen Euro am Standort investiert

In einer der modernsten Anlagen in Europa werden am Standort Leuna (Sachsen-Anhalt) durch das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie jährlich rund 390.000 Tonnen Abfälle aus insgesamt acht mitteldeutschen Landkreisen sowie aus Industrie und Gewerbe sachgerecht und ökologisch sinnvoll zur Energieerzeugung genutzt. Davon konnte sich bei seinem ersten Besuch in der MVV TREA Leuna (Thermische Restabfall-verwertungs- und Energieerzeugungs-Anlage) am Donnerstag (19. August) auch der seit knapp einem Jahr amtierende Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, überzeugen. "Waste to Energy", also aus Abfällen Energie machen, ist in Leuna zum unternehmerisch erfolgreichen und umweltfreundlichen Konzept gemacht worden. Dafür hat MVV Energie über ihre 100-prozentige Tochtergesellschaft MVV Umwelt in den letzten Jahren rund 180 Millionen Euro in den Standort investiert und zwei baugleiche Anlagen errichtet.

Im Beisein zahlreicher Vertreter aus Politik und Wirtschaft der Region - darunter nicht nur die Bürgermeisterin von Leuna, Dr. Dietlind Hagenau, sondern auch der Merseburger Oberbürgermeister Jens Bühligen und der Landrat des Saalekreises, Frank Bannert - betonte das Mitglied des Vorstands der MVV Energie, Dr. Werner Dub, dass das Unternehmen "mit der TREA Leuna nicht nur die klare strategische Entscheidung für die Abfallverwertung mit Energierückgewinnung weiterhin erfolgreich umsetzt, sondern damit gleichzeitig auch einen wesentlichen Beitrag zu der politisch gewollten sowie ökonomisch wie ökologisch sinnvollen energetischen Nutzung von Haus- und Gewerbeabfällen leistet." So werden von den beiden Linien jährlich 250.000 Megawattstunden Strom erzeugt. Dies reicht aus, um 70.000 Haushalte mit elektrischer Energie zu versorgen. Rückstände wie Schlacke und Filterasche werden aufbereitet und danach u. a. im Straßenbau und als Sanierungsbaustoff für Deponien verwertet.

Insgesamt wurden dadurch im Leuna seit 2005 40 zukunftssichere Arbeitsplätze geschaffen. Hinzu kommen weitere 150 indirekte Arbeitsplätze, die durch Inanspruchnahme von gewerblichen Dienstleistungen von den Anlagen profitieren. Neben der ausgezeichneten Straßenanbindung über Autobahn und Bundesstraße bietet sich ein direkter Gleisanschluss bis vor die Bunkertore für umweltschonenden Transport auf der Schiene an.

Mit dieser Form der umweltfreundlichen Erzeugung werden fossile Brennstoffe eingespart und damit wertvolle Ressourcen geschont. Zudem garantiert die TREA Leuna den Landkreisen sowie Industrie und Gewerbe eine ökologische Verwertung ihrer Abfälle. Die Anlagen werden nach den strengen Grenzwerten der 17. Bundesimmissionsschutzverordnung betrieben.

Die MVV Energie Gruppe gehört bundesweit zu den führenden Betreibern von thermischen Abfallverwertungsanlagen. Insgesamt betreibt das Unternehmen in Deutschland sechs Anlagen, die 1,6 Millionen Tonnen Abfälle und Altholz pro Jahr in Strom und Prozessdampf umwandeln. Verglichen mit der Stromerzeugung in einem konventionellen Kraftwerk werden dadurch jedes Jahr 167.000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen vermieden.

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