21. Dezember 2022
8 Min

Homeoffice

Zuhause arbeiten – was bedeutet das für meine Stromrechnung?

Auch nachdem fast keine allgemeinen Corona-Restriktionen mehr gelten, arbeiten viele Beschäftigte ganz oder teilweise von zuhause aus. Dadurch lassen sich z.B. Fahrtkosten einsparen, allerdings steigt auch der Stromverbrauch im eigenen Haushalt. Eine Einschätzung der Kosten und Spartipps:

Arbeiten im Homeoffice wird auch in Zukunft weit verbreitet sein.

Bereits Jahre vor der Corona-Pandemie hat sich der Trend zu räumlich flexiblerem Arbeiten deutlich abgezeichnet. Die Vorteile für alle liegen schließlich auf der Hand: Arbeitnehmende gewinnen Zeit, die sie sonst im Berufsverkehr verbringen würden und sparen Fahrtkosten. Und die Umwelt gewinnt, allein schon, weil weniger Pendlerverkehr auf den Straßen unterwegs ist. Andererseits: Der Energieverbrauch der privaten Haushalte steigt, und damit auch die eigene Stromrechnung.

Mit welchen Mehrkosten muss ich rechnen?

Wie so oft lautet die Antwort: Es kommt darauf an. Für Vollzeit Berufstätige haben wir einen Richtwert unter folgenden Annahmen errechnet: An 220 Arbeitstagen im Jahr werden täglich acht Stunden lang jeweils ein Laptop (0,12 kWh), ein Monitor (0,24 kWh) und eine LED-Schreibtischlampe (0,056 kWh) betrieben. Darüber hinaus wird täglich eine halbe Stunde lang ein Mittagessen auf einem Elektroherd (0,5 kWh) zubereitet oder 5 Minuten lang in einer Mikrowelle (0,066 kWh) erwärmt, und die Kaffeemaschine (0,25 kWh) ist während der Arbeitszeit ca. 10 Minuten in Betrieb.

 

Basierend auf den aktuellen durchschnittlichen Strompreisen (Dezember 2022) in der Region Mannheim ergibt sich daraus folgende Rechnung:

Gerätpro Tagpro Jahr
Mikrowelle / E-Herd3,5 - 26,6 ct7,71 - 58,43 €
Kaffeemaschine / Wasserkocher13,3 - 17,5 ct29,22 - 38,57 €
Monitor12,7 ct28,05 €
Laptop6,4 ct14,02 €
Schreibtischlampe3,0 ct6,54 €
INSGESAMT39,4 - 66,7 ct85,54 - 145,61 €

 

Wobei wir ausschließlich Verbräuche kalkuliert haben, die unmittelbar für die Ausübung der beruflichen Tätigkeit notwendig sind. Wer sich z.B. angewöhnt hat, während der Arbeit den Fernseher laufen zu lassen oder die Stereoanlage voll aufzudrehen, muss mit weiteren Kosten rechnen. Und Klimageräte, die im Sommer während der Heimarbeit laufen, treiben die Stromrechnung ebenfalls deutlich nach oben. Aber hier befinden wir uns im Bereich der persönlichen Präferenzen. Den WLAN-Router haben wir aus der Kalkulation übrigens ausgeklammert, da dieser in den meisten Haushalten ohnehin ohne Unterbrechung läuft. Bleiben wir also bei rund 67 Cent Mehrkosten pro Tag aufgrund rein beruflich bedingter Gerätenutzungen. Für Vollzeitangestellte mit 220 Arbeitstagen p.a., Urlaub und Feiertage bereits abgezogen, summieren sich die jährlichen Stromkosten für das Homeoffice dann auf bis zu 147 Euro.

Kann ich die Mehrkosten steuerlich absetzen?

Die sogenannte Homeoffice-Pauschale für 2022 beträgt bis zu 600 Euro. Diese ergeben sich aus pauschal 5 Euro Mehrkosten, die für maximal 120 Tage geltend gemacht werden dürfen. Für 2023 hat die Bundesregierung eine Anhebung der Homeoffice-Pauschale auf bis zu 1.000 Euro (5 Euro für max. 200 Tage) beschlossen. Der Pauschalbetrag gilt jedoch nicht allein für die zusätzlichen Stromkosten, sondern generell für sämtliche Zusatzausgaben, die durch die Arbeit im Homeoffice entstehen.

Was kann ich tun, um meinen Stromverbrauch im Homeoffice zu senken?

Mehrere „kleine“ Maßnahmen können sich über das Jahr gerechnet zu einer respektablen Ersparnis aufsummieren. Hier einige Tipps, wie Sie Ihren Verbrauch senken können:

  • Energieeffiziente Arbeitsgeräte wählen

Laptop und Monitore sind die wichtigsten Bestandteile des Homeoffice – und damit die größten Verbraucher. Für beide Geräte gilt allgemein: je kleiner und je neuer, desto geringer der Stromverbrauch. Achten Sie beim Kauf auch auf die Hersteller-Angaben zur Energieeffizienz. Falls Sie Ihre Arbeitsgeräte von Ihrem Arbeitgeber gestellt bekommen, bliebe die Möglichkeit die Anschaffung energieeffizienter Geräte im Unternehmen anzuregen.

  • Bildschirmhelligkeit reduzieren

Je heller Laptops und Monitore eingestellt sind, desto höher ist ihr Stromverbrauch. Eine etwas dunklere Einstellung ist fast immer ohne Einschränkung der Nutzungsqualität möglich. Das Prüfsiegel TCO 5 für ergonomische Qualität von Büroumgebungen lässt das Dimmen der Helligkeit von LCD-Bildschirmen bis 100 cd/m2 zu.

  • Nicht benötigte Programme konsequent schließen

Anwendungen, die nicht genutzt werden, sollten idealerweise vollständig geschlossen werden. So sinkt nicht nur der Stromverbrauch. Oft arbeitet der Laptop dadurch auch etwas schneller.

  • Auf Bildschirmschoner verzichten

Wenn Sie auf die Pausen-Animationen Ihres Laptops verzichten, spart das im Ruhemodus bis zu 50% Energie. Mit wenigen Klicks in den Systemeinstellungen können Sie das  erledigen.  

  • Geräte bei längerer Nichtnutzung vollständig ausschalten

Auch im Standby-Modus verbrauchen elektrische Geräte Strom. Wie wäre es zum Beispiel damit, alle Homeoffice-Geräte über eine Steckerleiste mit Ausschaltknopf zu betreiben? Nach Feierabend einmal drücken, damit der Stromverbrauch auch Feierabend hat. Und warum nicht auch den Router bei Verlassen des Hauses ausschalten? Viele Router verfügen übrigens über eine Zeitsteuerungsoption. Aber nicht vergessen: Offene Dateien am Rechner vor dem Abschalten der Stromzufuhr speichern, sonst könnten diese verloren gehen.

  • Alle Lampen auf LED umrüsten

Falls die alte Schreibtischlampe noch mit einer herkömmlichen Glühbirne leuchtet: rausschrauben, LED-Birne rein und bis zu 83% Strom sparen!

Fazit

Die Arbeit im Homeoffice erhöht den privaten Stromverbrauch – in welchem Umfang, lässt sich jedoch beeinflussen. Wie für den Haushalt insgesamt gilt auch für das Büro zuhause: Die achtsame Auswahl und Nutzung der Geräte spart Kosten. Mehrkosten für die Arbeit im Homeoffice (nicht nur für Strom) können über eine Pauschale in Teilen von der Steuer abgesetzt werden.

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