26. März 2021 | MVV

EnBW und MVV erhalten Aufsuchungserlaubnis für Feld „Hardt“

In den kommenden rund 18 Monaten stehen geologische Voruntersuchungen zur Nutzung der Erdwärme im Großraum Schwetzingen an

Karlsruhe/Mannheim. Das zuständige Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) am Regierungspräsidium Freiburg hat die Aufsuchungserlaubnis für das sogenannte Gebiet „Hardt“ an die EnBW und MVV vergeben. Die beiden baden-württembergischen Energieunternehmen wollen nun im Rahmen ihres gemeinsamen Vorhabens die Möglichkeiten zur Nutzung der Erdwärme im Oberrheingraben untersuchen. Das Aufsuchungsgebiet rund um Schwetzingen umfasst eine Fläche von knapp 270 Quadratkilometern und reicht rechtsrheinisch vom Mannheimer Süden bis Reilingen. Die Aufsuchungserlaubnis ist eine bergrechtliche Erlaubnis, bei der es sich um das grundlegende Recht handelt, das vorhandene Potenzial in einem festgelegten Gebiet zu untersuchen.

Der Fokus in dem langfristig angelegten Projekt liegt auf der Wärmenutzung aus der Erdwärme. Das regional vorhandene Potenzial an Erdwärme leistet als erneuerbare, klimaneutrale und CO2-freie Wärmequelle einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Wärmeversorgung der Zukunft und damit zur Erreichung der Klimaziele. So soll die gewonnene Energie in das durch das Erlaubnisfeld führende Fernwärmenetz eingespeist und so für die Region und ihre Bewohner direkt nutzbar gemacht werden.

Die beiden Unternehmen wollen nun nach der rechtskräftigen Erteilung der Aufsuchungserlaubnis gemeinsam das vorhandene Potenzial in der Region verantwortungsvoll prüfen. Dazu planen EnBW und MVV die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens, das in den nächsten Tagen auch beim zuständigen Bundeskartellamt angemeldet werden wird. Das Unternehmen soll seinen Sitz in Schwetzingen haben.

Zunächst stehen in den kommenden 18 Monaten grundlegende geologische und hydrogeologische Voruntersuchungen über das gesamte Aufsuchungsgebiet an. Es kommen ausschließlich analytische und sensorische oberirdische Messverfahren sowie Laboruntersuchungen von Wasserproben aus vorhandenen oberflächennahen Brunnen zum Einsatz. Die dabei gewonnenen aktuellen Messergebnisse werden mit vorhandenen Messdaten abgeglichen und ausgewertet. Ziel dieser ersten Projektphase ist die Prüfung und Bewertung der geologischen Gegebenheiten innerhalb des Aufsuchungsgebietes. Hieraus lassen sich dann potenzielle Standorte ableiten, deren Eignung anhand weiterer Kriterien zu prüfen sind. Danach erfolgt eine Priorisierung dieser Standorte. Die Erschließung der Erdwärme-Quellen setzt entsprechende eigene Genehmigungsverfahren voraus, um anschließend ein Heizwerk planen und errichten sowie die Anlage an das Fernwärmenetz anschließen zu können.

Während des gesamten Projektverlaufs legen MVV und EnBW besonders großen Wert auf eine breite kontinuierliche Information der beteiligten Kommunen, Bürgerinnen und Bürger sowie Träger öffentlicher Belange. So wird es ein breites Informationsangebot und geeignete Veranstaltungen geben, um einen offenen und transparenten Dialog zu ermöglichen.

Informationen zum Projekt gibt es im Internet auf der Projekt-Website www.geothermie-hardt.de.

Kontakt:
EnBW Energie Baden-Württemberg AG Ralph Eckhardt Pressesprecher
Schelmenwasenstraße 15 70567 Stuttgart
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