25. November 2015 | Juwi AG

juwi startet Windmessung bei Tauberbischofsheim

102 Meter hoher Windmessmast sammelt ein Jahr lang wichtige Daten über die lokal vorherrschenden Windverhältnisse / Ergänzende Messung mit LiDAR-Gerät / Nach Messperiode wird der Mast wieder zurückgebaut

Der Windenergie-Spezialist juwi plant in Zusammenarbeit mit dem Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie bei Tauberbischofsheim den Bau von bis zu drei Windrädern. In den kommenden Tagen wird daher am geplanten Anlagenstandort ein 102 Meter hoher Windmessmast errichtet, der die örtlich vorherrschenden Windverhältnisse genau erfassen wird. Ein Jahr lang sammeln die sensiblen Messinstrumente am Turm zahlreiche Daten über die Windgeschwindigkeiten, Wetter- und Strömungsverhältnisse am Standort. Bereits während der einjährigen Messungen werden die gewonnenen Daten kontinuierlich ausgewertet. Anschließend wird der Mast zurückgebaut.

"Wir messen mit sehr hohem Aufwand den Wind, um die tatsächlichen Windverhältnisse am Standort beurteilen zu können. Die Messung erhöht die Prognosesicherheit und prüft den wirtschaftlich nachhaltigen Betrieb des geplanten Windparks", erläutert juwi-Projektleiterin Martha Müller. Verläuft alles nach Plan, könnte der Windpark Ende 2017 in Betrieb gehen.

Sechs Anemometer zur Messung der Windgeschwindigkeit, zwei Windfahnen zur Bestimmung der Windrichtung, zwei Temperatur- und Luftfeuchte- sowie ein Luftdruckmessgerät sammeln kontinuierlich Daten in vier verschiedenen Höhen. Diese werden per Mobilfunk an die juwi-Zentrale in Wörrstadt gesendet. Dort werden sie überwacht und ausgewertet. Die Stromversorgung der technischen Ausstattung erfolgt autark über Solarpaneele und ein Akkusystem direkt am Messmast.

Die bereits sehr hohe Datenqualität wird zusätzlich mit einem Light Detection and Ranging-Gerät, kurz LiDAR, präzisiert. Das Messinstrument misst auf Basis moderner Lasertechnologie in Höhen bis zu 200 Metern. Die so gewonnenen Daten entsprechen den Anforderungen der Technischen Richtlinie für Windenergie-Anlagen (TR6).

Der Windmessmast ist 102 Meter hoch und besteht aus insgesamt 66 wärmeverzinkten Turmsegmenten und dem Topsegment, die von Industriekletterern Stück für Stück aufeinandergesetzt werden. Jedes der dreikantigen Turmbauteile hat eine Länge von 150 Zentimetern und wiegt 76 Kilogramm. 33 Abspannseile samt Ankerplatten sowie ein knapp drei Tonnen schweres Stahlbeton-Fertigfundament sorgen für die nötige Standsicherheit des Bauwerks. Für die Luftfahrt gekennzeichnet ist es zudem im oberen Bereich mit orangefarbenen Kugelmarkern und rot-weißer Farbgebung. Die erforderliche Nachtkennzeichnung erfolgt über rote Leuchten an der Bauwerksspitze sowie in ca. 50 Meter über Grund.

Zur juwi-Gruppe
juwi zählt zu den führenden Spezialisten für erneuerbare Energien mit starker regionaler Präsenz und bietet die komplette Projektentwicklung sowie weitere Dienstleistungen rund um den Bau und die Betriebsführung erneuerbarer Energieanlagen an. Zu den Geschäftsfeldern der juwi-Gruppe zählen vor allem Projekte mit Wind- und Solarenergie.

Gegründet wurde juwi 1996 in Rheinland-Pfalz und hat heute seinen Firmensitz in Wörrstadt bei Mainz. Seit Ende 2014 ist zudem die Mannheimer MVV Energie AG Partner und Miteigentümer der juwi-Gruppe. Die juwi-Gruppe beschäftigt weltweit rund 1.000 Mitarbeiter und ist auf allen Kontinenten mit Projekten und Niederlassungen präsent. Unser Antrieb: Mit Leidenschaft erneuerbare Energien wirtschaftlich und zuverlässig gemeinsam durchsetzen.

Bislang hat juwi im Windbereich rund 840 Windenergie-Anlagen mit einer Leistung von knapp 1.800 Megawatt an über 100 Standorten realisiert; im Solarsegment sind es mehr als 1.500 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1.400 Megawatt. Diese Energieanlagen erzeugen zusammen pro Jahr rund sechs Milliarden Kilowattstunden Strom; das entspricht in Deutschland dem Jahresbedarf von mehr als 1,5 Millionen Haushalten. Für die Realisierung der Energieprojekte hat juwi in den vergangenen 18 Jahren insgesamt ein Investitionsvolumen von über sechs Milliarden Euro initiiert.

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