19. Juni 2013 | MVV

Landkreis- und Rathauschef zu Besuch

Landrat Martin Sailer besuchte im Rahmen seiner regelmäßigen Wirtschaftsvisiten zwei Unternehmen im Industriepark Gersthofen

Gleich zwei Unternehmen standen am vergangenen Montag, 10. Juni 2013, auf der Besuchsliste des Landkreischefs: Arizona Chemical GmbH, ein weltweit tätiger Hersteller von Spezialchemikalien, und Infraserv Logistics GmbH, Anbieter von Logistik-Dienstleistungen im Industriepark Gersthofen. Begleitet wurde Landrat Martin Sailer von Gersthofens Bürgermeister Jürgen Schantin und Martina Baur von der Wirtschaftsförderung des Landkreises sowie Heinz Mergel, Leiter des Industrieparks. Während bei dem einen Unternehmen die Produktion von Chemikalien im Mittelpunkt steht, beschäftigt sich das andere mit der sogenannten "Supply Chain", also der Versorgungskette von Produkten.

Seit 1957 werden bei Arizona Chemical Spezialchemikalien hergestellt, bis vor vier Jahren unter dem in Gersthofen geläufigen Namen Abieta Chemie. Arizona Chemical mit Hauptsitz in Florida/USA ist der weltweit größte Produzent von Naturharzen und Chemikalien auf Kiefernbasis. Das Unternehmen betreibt fünf Produktionsstätten in den USA und fünf in Europa und verfügt außerdem über Forschungs- und Entwicklungskapazitäten sowie ein weltweites Vertriebsnetz.

In Gersthofen stellt Arizona Chemical mit 31 Mitarbeitern Produkte her, die unter anderem bei der Herstellung von Synthesekautschuk, ABS-Kunststoff, Klebstoffen, Pigmenten für den Offsetdruck, Schiffsfarben und Metallbearbeitungshilfsmitteln verwendet werden. Beispiele für Endanwendungen sind Autoreifen, Kunststoffformteile, Druckerzeugnisse, Anstriche und Kfz-Karosserien.

Thomas Fenner, Standortleiter der Arizona Chemical, stellte besonders die umwelt- und ressoucenschonende Produktion von Chemikalien in den Vordergrund seines Vortrages und der Besichtigungsrunde: "Was Sie bei uns sehen, ist nachhaltige Chemie auf der Basis nachwachsender Rohstoffe." 16.000 Tonnen dieser Produkte hat das Unternehmen im vorigen Jahr hergestellt.

Vor- und nachgelagerte Prozesse stehen dagegen bei Infraserv Logistics im Fokus: die Lagerung und die Distribution verschiedenster Produkte. Auf einer Gesamtfläche von etwa 25.000 Quadratmetern hat der Dienstleister Lagereinrichtungen mit insgesamt 10.000 Palettenplätzen in seiner Verantwortung, 2.000 davon für Gefahrstoffe. Für 6.000 Palettenplätze hat das Hochregallager Raum, das in den 1970er-Jahren direkt an der südlichen Werksgrenze errichtet wurde. 2.000 Paletten lagern in der Regel auf der befestigten Freilagerfläche und warten dort auf den Versand in alle Welt.

Das Gefahrstofflager ist mit speziellen Lagereinrichtungen ausgestattet, die die Lagerung von wassergefährdenden Stoffen erlauben. Zusätzlich verfügt dieser Bereich über individuelle Lösch- und Brandmeldeeinrichtungen, die der Werkfeuerwehr des Industrieparks im Notfall einen schnellen Eingriff erlauben.

Doch das ist noch nicht alles: Infraserv Logistics zeichnet im Industriepark Gersthofen auch für die Wareneingänge und den Versand von Produkten verantwortlich und betreibt dafür zentrale Wiege- und Abfertigungseinrichtungen, die mit modernster Technik (zum Beispiel mit einem Ladeslot-Management) ausgestattet sind. "Unser Ziel ist eine ständige Optimierung der Lagerprozesse", bekräftigt Niederlassungsleiter Wolfgang Kuffner. Die Kunden im Industriepark profitieren von den angebotenen innerbetrieblichen Logistikleistungen und können sich so auf ihr Kerngeschäft, die Herstellung von Produkten, konzentrieren.

Die Infraserv Logistic GmbH mit Sitz in Frankfurt-Höchst bietet als Full-Service-Provider an fünf Niederlassungen in Deutschland individuelle Logistiklösungen für die chemische, pharmazeutische und prozessorientierte Industrie. Im Industriepark Gersthofen sind 30 Mitarbeiter für das Unternehmen beschäftigt.

Kontakt

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Leiter Kommunikation und Marke

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