06. Dezember 2010 | Energieversorgung Offenbach AG

LED's eignen sich für die Straßenbeleuchtung

EVO legt erste Bilanz zur LED-Technik vor / Guten Noten von den Bürgern

Nach rund 14 Monaten hat die Energieversorgung Offenbach (EVO) eine Zwischenbilanz zum Einsatz von LED-Leuchten im Praxistest gezogen. Im Ergebnis kann die EVO die von einigen Herstellern versprochenen Energieeinsparungen von bis zu 75 Prozent im Vergleich zu konventionellen Quecksilberdampf-Hochdrucklampen (HQL-Leuchten) bestätigen. Auch die Lichtausbeute ist im Vergleich zur HQL-Technik deutlich höher. "Die LED-Beleuchtung eignet sich aus technischer Sicht grundsätzlich für den Dauereinsatz als Straßenbeleuchtung", fasst EVO-Vorstand Dr. Kurt Hunsänger die ersten Ergebnisse der Untersuchung zusammen.

Für das Unternehmen wichtig war zudem das subjektive Empfinden der Anwohner zu ermitteln. In einer Umfrage äußerten sich die meisten Befragten sehr zufrieden mit der neuen Lampentechnik. "Das gilt sowohl für die Leuchteigenschaften der LED¿s als auch für das subjektive Sicherheitsempfinden der Verkehrsteilnehmer", führte Hunsänger weiter aus. Hundert Anwohner hatten die Fragebögen beantwortet.

Der LED-Versuch geht nun in die Langzeitbeobachtung über. Dazu werden die Daten von insgesamt 74 LED-Leuchten an 17 Standorten in Stadt und Kreis Offenbach gesammelt und ausgewertet - darunter sind auch dekorative Lampen an repräsentativen Standorten. Die erhobenen Daten sollen unter anderem Aufschluss darüber geben, ob die LED-Beleuchtung wie von Herstellern angegeben mehr als 50.000 Betriebsstunden reibungslos funktioniert. Von diesem Ergebnis hängt unter anderem die Wirtschaftlichkeit der LED-Technik ab, die in der Anschaffung derzeit noch dreimal so teuer ist wie moderne Natriumdampf-Hochdrucklampen (NAV). Beide Systeme könnten von 2015 an verstärkt zum Einsatz kommen, wenn die veralteten HQL-Lampen vom Gesetzgeber verboten werden. "Bis mindestens zu diesem Datum werden wir die LED¿s in unserem Stadtgebiet testen und weiteres Datenmaterial sammeln", sagte Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider. Dann werde entschieden, welcher Lampentyp Nachfolger der HQL-Technik werde. Die EVO betreut die Straßenbeleuchtung in Offenbach, Rodgau und Maintal mit zusammen knapp 20.000 Straßenlaternen.

Dem Pilotprojekt der EVO war auch ein Vortrag vor der Deutschen Lichttechnischen Gesellschaft (LiTG) gewidmet, die sich dieser Tage zu ihrer Jahrestagung im Kasino der EVO getroffen hatte. Zur Tagung des traditionsreichen wissenschaftlichen Vereins zur Förderung der Lichttechnik waren mehr als 100 Fachleute gekommen.

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