14. März 2012 | MVV

Neuer Glanz für ein Stück Mannheimer Hafengeschichte

Hafenkran am Neckarufer wird auf Vordermann gebracht / Bedeutender Teil des Museumsufers

Der historische Lastenkran der Firma Mohr & Federhaff am Neckar-ufer neben dem Museumsschiff wird derzeit wieder zu einem ansehnlichen Stück Mannheimer Geschichte. Nachdem vor allem der Sandsteinsockel in den vergangenen Jahrzehnten stark gelitten hatte, wird er jetzt im Auftrag von MVV Energie gereinigt und mit einer Schutzschicht gegen Graffiti versehen.

"Als Mannheimer Unternehmen engagieren wir uns auch für die Erhaltung von Kulturgütern in der Stadt", erklärte Ralph Rischmüller, Bereichsleiter Facility Management von MVV Energie, gestern. "Der Hafenkran aus dem Jahr 1860 ist ein Stück Mannheimer Industriegeschichte, und ich freue mich, dass er demnächst wieder ansehnlich und ein Blickfang am Neckarufer sein wird." Der Kran in unmittelbarer Nähe zum MVV-Hochhaus gehört zusammen mit dem Museumsschiff, einem weiteren Kran und dem Aalschokker zum so genannten "Museumsufer" auf der linken Neckarseite.

Die historische Bedeutung des Krans erklärte Dr. Hartmut Knittel, Konservator am TECHNOSEUM. "Dieser Kran steht stellvertretend für den Umschlag von der Schifffahrt zum Landverkehr und ist damit ein gutes Beispiel für die lange Tradition des Mannheimer Handelshafens", so Knittel.

Für die Mannheimer Hafengesellschaft ist der Kran ein Zeichen der langen Geschichte der wirtschaftlichen Nutzung des Neckars. "Der Hafen ist heute mit einem Warenumschlag von rund acht Millionen Tonnen pro Jahr einer der bedeutendsten Binnenhäfen Deutschlands", sagte Hafenmeisterin Regina Güntert. "Damit bauen wir auf eine lange Geschichte auf, und dieser Kran, der für uns heute winzig wirkt, ist ein Zeichen für diese Geschichte."

Die Arbeiten am Sandsteinsockel des Krans haben Ende Februar begonnen und werden voraussichtlich Mitte März beendet sein. ¿"Der Sandstein des Sockels muss grundlegend mit Hilfe eines Sandstrahlers gereinigt werden¿", erklärte Jochen Zehner, Geschäftsführer der mit der Sanierung beauftragten Firma Köstner. "Die Fugen werden ebenfalls gereinigt und neu verfüllt." Anschließend tragen die Arbeiter eine Schutzschicht gegen die Graffiti auf, die in der Vergangenheit den Sockel unansehnlich gemacht haben. Ziel sei es, so Zehner, den Originalzustand des Kransockels wieder herzustellen.

Zusätzlich zu den Arbeiten am Kran hat MVV Energie Ende 2011 das Grün an diesem Abschnitt des Neckars zurückgeschnitten und die Beleuchtung am Neckarufer instand gesetzt, so dass auch dieser Bereich des Neckarufers wieder repräsentativ aussieht und für Spaziergänger wie für Besucher des Museumsschiffes attraktiv ist.

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