15. Februar 2011 | MVV

Positiver Start für MVV Energie ins neue Geschäftsjahr

Kalter Winter und Erfolge im nationalen Energievertrieb sorgen für Umsatz- und Ergebnisplus bei der Mannheimer Unternehmensgruppe - Prognose für das Gesamtjahr bekräftigt

Das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie (WKN: A0H52F, ISIN: DE000A0H52F5) ist mit einem Umsatz- und Ergebnisplus in sein neues Geschäftsjahr 2010/11 gestartet. Bei der Vorlage des Finanzberichts für das 1. Quartal (1. Oktober - 31. Dezember 2010) nannte der Vorstandsvorsitzende Dr. Georg Müller am Dienstag in Mannheim die winterlichen Temperaturen im November und Dezember sowie Erfolge im nationalen Energievertrieb als wichtigste Gründe für die erzielten Steigerungen im Energieabsatz: "Vor allem im Dezember 2010 war es deutlich kälter als im Vorjahr. Nach den vergleichsweise milden Temperaturen im Januar 2011 bleibt abzuwarten, wie sich der Witterungseffekt auf das gesamte Geschäftsjahr 2010/11 auswirken wird". Für das Gesamtjahr geht das Unternehmen weiterhin davon aus, bei normalem Verlauf Umsatz und Ergebnis des Vorjahres wieder erreichen zu können.

Nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden konnte das Unternehmen seinen Umsatz in den zurückliegenden drei Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13 Prozent von 839 auf 947 Millionen Euro steigern. Dabei konnte MVV Energie den Absatz von Wärme um 15 Prozent und von Gas um 10 Prozent erhöhen. Entsprechend stiegen die Wärmeerlöse von 126 auf 142 Millionen Euro, die Gaserlöse von 120 auf 147 Millionen Euro. Beim Strom konnte der Absatz um 27 Prozent auf 6,6 Milliarden Kilowattstunden erhöht werden.

Die positive Umsatzentwicklung spiegelt sich auch im Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (Adjusted EBIT) wider, das im 1. Quartal 2010/11 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7 Prozent von 85 auf 91 Millionen Euro gestiegen ist. Das Adjusted EBT, also das bereinigte Ergebnis vor Ertragsteuern, erhöhte sich von 58 auf 76 Millionen Euro. Nach Abzug der Ertragssteuern und der Fremdanteile ergibt sich für das 1. Quartal 2010/11 ein bereinigter Periodenüberschuss von 45 Millionen Euro gegenüber 37 Millionen Euro im Vorjahr. Das entspricht einem bereinigten Ergebnis je Aktie von 0,68 Euro im Vergleich zu 0,55 Euro im 1. Quartal 2009/10.

Neue Berichtsstruktur

Zum ersten Mal berichtete das Mannheimer Energieunternehmen dabei in neuen Berichtssegmenten, die dem Planungs- und Steuerungsansatz entlang der Wertschöpfungskette folgen. Diese umfassen alle Wertschöpfungsstufen von der Erzeugung und den Netzen über den Handel bis zum Vertrieb. Zu Informationszwecken wurden die Vorjahreszahlen der einzelnen Berichtssegmente, die sich bisher an den Produkten Strom, Wärme, Gas, Wasser, Energiedienstleistungen und Umwelt orientierten, entsprechend der neuen Berichtsstruktur abgeleitet und als Proforma-Werte teilweise rechnerisch ermittelt.

Die umsatzstärksten Segmente sind danach die Berichtssegmente "Vertrieb und Dienstleistungen", das alle Vertriebsaktivitäten sowie das Energiedienstleistungsgeschäft enthält, mit 549 Millionen Euro (Vorjahr 523 Millionen Euro) sowie "Handel und Portfoliomanagement" mit 200 Millionen Euro (Vorjahr 136 Millionen Euro). Der Umsatz im Berichtssegment "Strategische Beteiligungen", in dem die Stadtwerke Solingen, Ingolstadt und Köthen sowie der tschechische Teilkonzern zusammengefasst werden, kletterte ebenfalls witterungsbedingt von 92 auf 110 Millionen Euro. Nur leicht stieg der Umsatz im Segment "Erzeugung und Infrastruktur", das die konventionellen Kraftwerke, die Abfallverwertungsanlagen, die Erzeugungsanlagen aus erneuerbaren Energien, die Wasserwerke sowie die Strom-, Wärme-, Gas- und Wassernetze enthält, von 86 auf 87 Millionen Euro.

Den stärksten Ergebnisbeitrag lieferte im 1. Quartal 2010/11 das Segment "Erzeugung und Infrastruktur" mit 33 Millionen Euro gegenüber 31 Millionen Euro im Vorjahr. Dieses Segment ist damit für 36 Prozent des Adjusted EBIT der Unternehmensgruppe verantwortlich. Auf das Berichtssegment "Vertrieb und Dienstleistungen" entfällt ein Adjusted EBIT von 23 Millionen Euro (Vorjahr 20 Millionen Euro), es folgen "Strategische Beteiligungen" mit 20 Millionen Euro (Vorjahr 18 Millionen Euro) und "Handel und Portfoliomanagement" mit 14 Millionen Euro (Vorjahr 16 Millionen Euro).

Dr. Müller: "Die großen Herausforderungen in dem sich wandelnden Energiemarkt erfordern eine ständige Bereitschaft zu Veränderungen und Anpassungen. Wir haben dafür in unserer kommunal verankerten Unternehmensgruppe die notwendigen Weichen gestellt. Auch wenn nach der Verabschiedung des Energiekonzepts der Bundesregierung weite Teile des energiewirtschaftlichen Rahmens noch offen sind, setzen wir verstärkt auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz." Dabei will MVV Energie auch ihre führende Position im Abfallmarkt nutzen. Der zu Jahresbeginn erfolgte Zuschlag im Rahmen eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens als bevorzugter Bieter für ein abfallbefeuertes Heizkraftwerk im südwestenglischen Plymouth ist nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden dafür "eine aktuelle Bestätigung".

Hinweis: Den vollständigen Finanzbericht zum 1. Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 finden Sie im Internet im Download-Bereich unserer IR-Seite

www.mvv-investor.de

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Kennzahlen der MVV Energie Gruppe 1. Oktober 2010 bis 31. Dezember 2010
    
in Mio Euro2010/112009/10% Vorjahr
    
Umsatz ohne Strom- und Erdgassteuer947839+ 13
Adjusted EBITDA1127121+ 5
Adjusted EBITA19185+ 7
Adjusted EBIT29185+ 7
Adjusted EBT27658+ 31
Bereinigtes Periodenergebnis25139+ 31
Bereinigtes Periodenergebnis nach Fremdanteilen24537+ 22
Bereinigtes Ergebnis je Aktie2 in Euro0,680,55+ 24
Cashflow vor Working Capital und Steuern111118- 6
Cashflow vor Working Capital und Steuern je Aktie in Euro1,691,80- 6
Free Cashflow- 51-
Bereinigte Bilanzsumme (zum 31.12.2010 bzw. 30.9.2010) 33 5713 457+ 3
Bereinigtes Eigenkapital (zum 31.12.2010 bzw. 30.9.2010)31 3681 233+ 11
Bereinigte Eigenkapitalquote (zum 31.12.2010 bzw. 30.9.2010)338,3 %35,7 %+ 7
Investitionen3753- 30
Beschäftigte zum 31.12.2010 bzw. 31.12.20095 9926 087- 2

 

 

1 Ohne nicht operative Bewertungseffekte aus Derivaten nach IAS 39 und mit Zinserträgen aus Finanzierungsleasing (Vorjahr angepasst)
2 Ohne nicht operative Bewertungseffekte aus Derivaten nach IAS 39, ohne Restrukturierungsaufwand und mit Zinserträgen aus Finanzierungsleasing (Vorjahr angepasst)
3 Ohne nicht operative Bewertungseffekte aus Derivaten nach IAS 39

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Leiter Kommunikation und Marke

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