13. Oktober 2011 | Energieversorgung Offenbach AG

Sauberer Windstrom für 35.000 Haushalte

EVO: Leistungsstärkster Windpark im Südwesten Deutschlands / Eröffnung im Frühsommer 2012

Die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) expandiert und baut mit einem Großprojekt das Geschäft mit der Windkraft weiter aus. Nachdem bereits zum Jahresbeginn zwei Windkraftanlagen im nordhessischen Massenhausen in Betrieb genommen worden sind, laufen nun die Bauarbeiten für 23 Anlagen in Kirchberg an der Landesgrenze von Hessen und Rheinland¿Pfalz. "Wir wollen dezentral Energie für unsere Region und ihre Menschen erzeugen - dabei setzen wir konsequent auf den Ausbau der regenerativen Energien", urteilte Michael Homann, der Vorstandsvorsitzende der EVO.

In Kirchberg (Hunsrück) soll der leistungsstärkste Windkraftpark im Südwesten Deutschlands entstehen. "Die 23 Windräder des Herstellers Enercon können eine Strommenge von rund 125 Millionen Kilowattstunden im Jahr produzieren", berichtete Homann aus Anlass der Projektvorstellung auf dem Gelände des Windparks. Das entspreche dem Strombedarf von 35.000 Drei- Personen-Haushalten. Die Technik sei erprobt und bewährt; bei Enercon handele es sich um eines der weltweit führenden Windenergie-Unternehmen mit langjähriger Marktführerschaft in Deutschland. Projektpartner in Kirchberg ist die juwi-Gruppe aus Wörrstadt, einer der führenden Projektentwickler für erneuerbare Energien.

Nach Homanns Worten will sein Unternehmen in den nächsten Jahren rund 150 Millionen Euro in die Windkraft investieren. Der Anteil der EVO-Eigenerzeugung am verkauften Strom soll mittelfristig von aktuell 15 auf 30 Prozent steigen. "Wir liefern saubere Energie aus der Region für die Region. Das schont das Klima und macht uns unabhängiger von den Weltmarktpreisen von Erdöl oder Erdgas", urteilte der EVO-Manager und führte aus: "Wer langfristig wachsen will, wächst klimafreundlich. Die Energieversorgung von morgen ist dezentral, effizient und regenerativ."

Betreibergesellschaft des Windparks wird die Cerventus Naturenergie GmbH sein, ein Gemeinschaftsunternehmen der juwi-Gruppe und der EVO. Die juwi und die EVO halten an der Cerventus jeweils die Hälfte der Anteile. Der juwi-Vorstand Matthias Willenbacher wertete das Großprojekt als gelungenes Beispiel für eine Kooperation über die Landesgrenzen von Rheinland-Pfalz und Hessen hinweg. "Gemeinsam wollen wir ein Zeichen dafür setzen, dass der schnelle Umstieg auf erneuerbare Energien möglich und finanzierbar ist", führte der juwi-Vorstand aus. Willenbacher zufolge sind Kooperationen zwischen regionalen Energieversorgern wie der EVO und einem Projektentwickler wie der juwi wichtig für die Energiewende. Der gemeinsame Betrieb dezentraler Anlagen erzeuge Energie in der Nähe der Verbraucher und fördere eine unabhängige, preiswerte und sichere Versorgung der Menschen mit sauberer Energie.

Der Windpark mit seiner Gesamtleistung von rund 53 Megawatt kommt nach Angaben des EVO-Technikvorstands Dr. Kurt Hunsänger mit großen Schritten voran. Die Bauarbeiten sind in vollem Gange, das erste Windrad ist bereits errichtet und betriebsbereit. "Jedes Windrad erbringt eine Leistung von 2,3 Megawatt und hat eine Gesamthöhe von 179 Metern. Der Durchmesser der Rotoren beträgt 82 Meter", berichtete Hunsänger.

Mit dem Windpark können Jahr für Jahr rund 100.000 Tonnen Kohlendioxid vermieden werden. Aller Voraussicht nach kann der Windpark im Frühsommer 2012 offiziell eröffnet werden. Hunsänger zufolge prüft die Cerventus gegenwärtig weitere Windkraftprojekte; allerdings seien die entsprechenden Verträge noch nicht unterzeichnet und daher noch nicht spruchreif.

Die Cerventus
Mit der juwi-Gruppe mit Sitz in Wörrstadt hat die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) im Jahr 2009 die Cerventus Naturenergie GmbH gegründet. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, regenerative Energie für die Region und ihre Menschen zu erzeugen. Insgesamt sollen Windprojekte in einem Volumen von 100 Megawatt Nennleistung verwirklicht werden.

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