02. Februar 2018 | MVV

Vorbereitende Arbeiten für die Fernwärme-Anbindung

Das Mannheimer Energieunternehmen MVV wird in den kommenden beiden Jahren sein Heizkraftwerk auf der Friesenheimer Insel an sein Fernwärmenetz anbinden.

Dazu ist der Neubau einer Fernwärmeleitung, die das Werk auf der Friesenheimer Insel mit dem auf der anderen Altrheinseite gelegenen Anschluss verbindet, erforderlich. Die vorbereitenden Arbeiten für den künftigen Trassenverlauf beginnen voraussichtlich bereits in der kommenden Woche auf der Friesenheimer Insel. Dabei werden entlang der geplanten Trasse die vorhandene Vegetation entfernt und einige vorhandene Bäume gerodet, was mit entsprechenden Ersatzpflanzungen ausgeglichen wird. Diese Arbeiten werden bis Ende Februar abgeschlossen.

Insgesamt will MVV in den kommenden Jahren rund 100 Millionen Euro in seinen Kraftwerksstandort Friesenheimer Insel investieren. Mit der Anbindung des Heizkraftwerkes nutzt MVV künftig Wärme aus der thermischen Abfallverwertung nicht nur für die Dampfversorgung der benachbarten Industrie, sondern auch für die Fernwärmeversorgung, die neben der Quadratestadt auch bis in die Nachbarstädte Heidelberg, Schwetzingen und Speyer reicht. Daneben integriert MVV ein innovatives Verfahren zur Phosphor-Rückgewinnung aus Klärschlamm in das Kraftwerk. Das Unternehmen setzt damit konsequent auf Nachhaltigkeit und verbindet die Energiegewinnung mit der sicheren und umweltfreundlichen Verwertung von Abfallstoffen.

Gleichzeitig macht die Anbindung des Kraftwerksstandortes an das Mannheimer Fernwärmenetz die Fernwärme in Mannheim und der Region erneuerbarer und senkt den sogenannten Primärenergiefaktor (PEF) der Fernwärme um rund ein Drittel. Damit können die Eigentümer privater und öffentlicher Gebäude, die mit Fernwärme beheizt werden, die gesetzlichen Anforderungen des Klimaschutzes leichter erfüllen. Ohne zusätzliche Dämmmaßnahmen im Neubau oder der Sanierung erreicht die Fernwärme mit dem künftigen PEF die Vorgaben nach KfW 55, die spezifischen CO2-Emissionen verringern sich um knapp 20 Prozent. In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus können damit Kosten für Dämmung und Wärmerückgewinnung in einer Größenordnung von bis zu 20.000 Euro eingespart werden. Zudem gibt die Einspeisung im Norden der Stadt zusätzliche Sicherheit für Versorgung mit Fernwärme im gesamten Netzgebiet. Allein in Mannheim sind derzeit mehr als 60 Prozent aller Gebäude an die umweltfreundliche Fernwärme angeschlossen.

Kontakt

Roland Kress
Leiter Kommunikation und Marke

+49 621 290 3413