Grüne Wärme für Mannheim und für die Region

Gut ein Drittel der CO2-Emissionen in Deutschland stammen heute aus Warmwasser und Wärme von Häusern und Wohnungen – die Wärmewende ist also der entscheidende Hebel für die Energiewende.

Deshalb bringt die MVV neue, grüne Energien und Technologien voran. Wir gestalten modernste energetische Infrastruktur, die als Blaupause für Smart Cities in Deutschland und ganz Europa dienen kann. Und wir erfinden die Fernwärme ein zweites Mal neu, wobei wir auf das breiteste aller grünen Strom- und Wärme-Portfolien deutscher Energieunternehmen setzen: von der Restwärme aus thermischer Abfallbehandlung über regenerative Energiequellen wie Biomasse, Biomethan und Flusswärme bis hin zu neuen Möglichkeiten in den Bereichen Geothermie, biogener Klärschlammverwertung und industrieller Abwärme.

Stand heute stammen bereits bis zu 30 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs in Mannheim und der Region aus klimaneutralen Energien. Das MVV-Fernwärmenetz hat eine Länge von 592 Kilometern und versorgt neben Mannheim auch Heidelberg, Schwetzingen, Brühl, Ketsch und Speyer. Allein in Mannheim nutzen mehr als 60 Prozent der Haushalte, beziehungsweise 120.000 Haushalte die umweltfreundliche Fernwärme.

In Mannheim spart Fernwärme bereits heute im Vergleich zu anderen herkömmlichen Heizsystemen rund 300.000 Tonnen CO2 pro Jahr ein. Die umweltfreundliche Grüne Wärme steigert diese positive Energiebilanz noch weiter: Bis heute haben wir mit ihr bis zu 100.000 weitere Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Die Grüne Wärme ist damit eines der größten CO2-Minderungsprojekte in Mannheim.

Mit unserer Grünen Wärme gewährleisten wir auch nach dem Kohleausstieg eine sichere Wärmeversorgung. Fernwärme ist und bleibt also ein unverzichtbarer Baustein unseres nachhaltigen und zukunftsorientierten Wärmekonzeptes.

Auf einen Blick: Neue, grüne Lösungen im Fernwärmenetz der MVV

Neue Wärmequellen für eine erfolgreiche Wärmewende

Strom und Wärme aus Abfall zu gewinnen, ist ein wichtiger Eckpfeiler einer erfolgreichen Energiewende. Wir zählen in diesem Bereich zu den führenden Unternehmen in Deutschland und betreiben insgesamt acht thermische Abfallbehandlungsanlagen (TAB) in Deutschland, Großbritannien und Tschechien.

Unsere thermische Abfallverwertung auf der Friesenheimer Insel in Mannheim betreiben wir in hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung. Die daraus entstehende Wärme nutzen wir für die Dampfversorgung der benachbarten Industrie und speisen sie in das Fernwärmenetz in Mannheim und der Region ein. Der nächste Schritt ist das Biomassekraftwerk, das ab 2024 Wärme einspeisen wird. Zudem werden wir die Wärmeausbeute in unserem Energiepark durch innovative Energieeffizienz-Technologien insgesamt weiter steigern. Wir entwickeln den Standort Friesenheimer Insel damit weiter zu einem wertvollen Baustein der Energiewende und einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft für Mannheim und die Metropolregion Rhein-Neckar.

An der Kieler Förde wurde 2020 durch das neue Gasheizkraftwerk das kohlebefeuerte Gemeinschaftskraftwerk ersetzt. In Kombination mit einem Wärmespeicher und einer Power-to-Heat-Anlage kann das Kraftwerk höchst flexibel auf wechselnde Anforderungen am Energiemarkt reagieren. In Kiel ist zudem die Nutzung einer Großwärmepumpe geplant, die Umweltwärme aus der Förde nutzt. Bei der EVO wurden in den letzten Jahren die Auskopplung aus der TAB-Anlage erweitert, sodass bereits heute mehr als die Hälfte der Offenbacher Fernwärme aus grünen Energiequellen stammt.

Und auch unsere bevorzugte geografische Lage wollen wir für die Versorgung der Menschen nutzen – neben der Flusswärme aus dem Rhein auch die Erdwärme aus dem Rheingraben. Dazu laufen derzeit Aufsuchungen des in einem Joint Venture mit EnBW geführten Unternehmens Geohardt in Teilen des Oberrheingrabens zwischen Mannheim und Karlsruhe.

Kontakt

Dr. Mathias Onischka
Abteilungsleiter Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeitsbericht Geschäftsjahr 2020

Veröffentlicht am 26.02.2021

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