23. November 2010 | Stadtwerke Kiel

Aufsichtsrat der Stadtwerke Kiel billigt Einmal gemeinsam

Restrukturierungskonzept stellt die Weichen für den Kieler Energieversorger - Regionalität bleibt wichtigstes Merkmal der Stadtwerke

Am Dienstag (23. November) hat der Aufsichtsrat der Stadtwerke Kiel endgültig die Weichen für die Zukunft gestellt: Das Gremium verabschiedete das Zukunftskonzept Einmal gemeinsam, mit dessen Hilfe das Unternehmen fit für die kommenden Jahrzehnte gemacht werden soll. Kiels Oberbürgermeister Torsten Albig zeigte sich erfreut über die Entscheidung und betonte die Bedeutung für das Unternehmen wie für die gesamte Region: "Die Stadtwerke sind für Kiel nicht nur ein wirtschaftlicher, sondern auch ein sozialer und gesellschaftlicher Faktor und dazu ein großer Arbeitgeber und Ausbilder. Sie sind die wichtigste Beteiligung der Stadt, und schon aus diesem Grund haben wir den Prozess der Restrukturierung besonders aufmerksam begleitet." Auf der Basis des nun beschlossenen Konzepts könne das Unternehmen auch zukünftig wirtschaftlich arbeiten und sich seinen Status als sicherer, zuverlässiger Energieversorger mit einer festen Verwurzelung in der Region bewahren.

"Mit unserem langfristig angelegten und jetzt beschlossenen Programm Einmal gemeinsam stärken wir sowohl den Verbund als auch das Unternehmen Stadtwerke Kiel. Damit stellen wir uns offensiv und nachhaltig auf die zunehmenden Herausforderungen des Energiemarktes der Zukunft ein", hob Dr. Georg Müller, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Kiel und Vorstandsvorsitzender der MVV Energie AG, hervor. "In den vielen, nicht immer einfachen aber stets konstruktiven Gesprächen ist es uns gelungen, ein gemeinsames und nachhaltig tragfähiges Verständnis für den eigenständigen Weg unserer Unternehmensgruppe zu finden. Diesen Weg der regionalen Stärke, der ökologischen Nachhaltigkeit und einer neuen Form der wachstums- und effizienzorientierten Zusammenarbeit werden wir vom heutigen Tag an konsequent gehen", waren sich Albig und Müller einig. Ähnlich äußerte sich Stadtwerke-Vorstand Stefan Grützmacher: "Wichtigster Inhalt des Konzepts ist, dass die Regionalität der Stadtwerke erhalten bleibt. Wir sind und bleiben ein voll integriertes Stadtwerk, das sich seiner Verwurzelung in der Region auch in einem starken Verbund bewusst ist und sein unternehmerisches Handeln daran ausrichtet. Denn genau diese Regionalität ist auch zukünftig das zentrale Alleinstellungsmerkmal eines eigenständigen Kieler Energieversorgers." Er sei sich sicher, dass sich sein Haus mithilfe von Einmal gemeinsam noch besser auf die geänderten Bedingungen auf dem Energiemarkt einstellen könne.

Im Aufsichtsratsbeschluss festgeschrieben ist darüber hinaus, dass auch in Zukunft ausschließlich Massenprozesse, wie etwa die IT oder die Energieabrechnungen, gebündelt und in gemeinsamen Service-Gesellschaften bearbeitet werden. Alle zentralen Steuerungsaufgaben hingegen, wie zum Beispiel das Controlling, die Planung und die strategischen Prozesse verbleiben in der Verantwortung des Vorstandes der Stadtwerke Kiel AG.

Um die Wettbewerbsfähigkeit der Stadtwerke zukünftig zu erhalten, sieht die Vereinbarung über eine deutliche Senkung der Sachkosten hinaus auch den Abbau von bis zu 155 Vollzeitstellen bis 2020 vor. 40 dieser Stellen sind jedoch bereits im Rahmen zurückliegender Restrukturierungsprogramme erfasst worden, so dass in den kommenden neun Jahren bis zu 115 zusätzliche Stellen vom geplanten Personalabbau betroffen sein werden. Im Rahmen des Interessenausgleichs haben Vorstand und Betriebsrat der Stadtwerke für diese Stellen einen Sozialplan verhandelt. Kernpunkte sind eine sozialverträgliche Gestaltung des Stellenabbaus über neue Altersteilzeitregelungen sowie Abfindungs- und Teilzeitregelungen. Gleichzeitig sollen in den Bereichen Vertrieb und Regenerative Energien aber auch neue Stellen geschaffen werden. Betriebsbedingte Kündigungen bleiben bis 2016 ausgeschlossen. "Wir sind sehr froh, dass uns Betriebsrat und Mitarbeiter auf dem Weg zu diesen Vereinbarungen kritisch und konstruktiv begleitet haben", so Grützmacher.

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