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Gepostet am: 03. März 2026
8 Min

Stromnetz der Zukunft

Vor welchen Herausforderungen steht unsere Strominfrastruktur?

Damit die Energiewende in Deutschland gelingt, sind umfangreiche Erweiterungen und Modernisierungen der Stromnetze notwendig. Denn Elektromobilität und erneuerbare Energien verändern die Anforderungen an unsere Energieinfrastruktur grundlegend. Welche Maßnahmen sind geplant und wie ist der aktuelle Stand der Umsetzung?

Ausgangsituation: Wie ist unser Stromnetz aufgebaut?

Das deutsche Stromnetz ist kein isoliertes System, sondern Teil des kontinentaleuropäischen Synchronnetzes  (ENTSO-E), dem die meisten EU-Staaten sowie weitere europäische Länder angehören. Damit ist es in eines der größten zusammenhängenden Stromverbundnetze der Welt integriert. Alle Länder im ENTSO-E-Verbund betreiben ihre Netze synchron mit gleicher Frequenz. Dadurch lassen sich Stromflüsse flexibel austauschen, Schwankungen im Gesamtsystem besser ausgleichen und die Versorgungssicherheit erhöhen. Innerhalb Deutschlands besteht das Stromnetz aus zahlreichen Teilnetzen und mehreren Spannungsebenen. Zusammen bilden sie ein synchron betriebenes Gesamtsystem, bestehend aus:

  • Übertragungsnetz (380 kV/220 kV): Das Rückgrat der Stromversorgung. Die vier Übertragungsnetzbetreiber – 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW – transportieren Strom über große Entfernungen, verbinden Erzeugungsregionen mit Verbrauchszentren und koppeln Deutschland mit den Netzen der Nachbarländer . Gegenwärtig ist die 220-kV-Spannungsebene noch weit verbreitet, langfristig erfolgt jedoch die vollständige Umstellung auf das 380-kV-Netz.
  • Hoch- und Mittelspannungsnetze: Die regionale Verteilungsebene. Rund 800 Verteilnetzbetreiber – häufig Stadtwerke und regionale Versorger – betreiben diese Netze und sorgen dafür, dass der Strom in die Städte und Gemeinden gelangt.
  • Niederspannungsnetz: Die lokale Ebene, auf der Haushalte, Gewerbe und kleinere Betriebe direkt angeschlossen sind. Hier kommt der Strom letztlich bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern an.

 

Alle Ebenen sind miteinander verknüpft – vom Übertragungsnetz über mehrere Umspannungen nach unten, bis der Strom in nutzbarer Spannung ankommt. Gleichzeitig speisen die Stromerzeuger auf allen Ebenen ein – große Kraftwerke (Gas, Kohle, Wasser) und Offshore-Windparks in das Übertragungsnetz oder in die Hochspannungsnetze, regionale Solar- oder Windparks in Mittelspannungsnetze und PV-Dachanlagen in Niederspannungsnetze.

Warum muss das bestehende Netz modernisiert werden?

Die Stromnetze in Deutschland stoßen zunehmend an ihre Grenzen, weil Erzeugung und Verbrauch heute anders verteilt sind als früher: Immer mehr Strom wird dezentral in Solaranlagen und Windparks erzeugt, während Wärmepumpen, Elektroautos und neue Industrieprozesse den Bedarf an Strom steigen lassen. Das bestehende Netz wurde jedoch für große zentrale Kraftwerke und klar vorhersehbare Lastflüsse konzipiert. Um wetterbedingte Schwankungen aus erneuerbaren Energien besser ausgleichen und die wachsende Stromnachfrage flexibler bedienen zu können, müssen Leitungen ausgebaut, intelligente Steuerungstechnik eingeführt und Netzkapazitäten insgesamt deutlich erhöht werden.

Welche Maßnahmen machen unser Stromnetz zukunftsfit?

Um sicherzustellen, dass Deutschland in Zukunft weitestgehend mit regenerativer Energie versorgt werden kann, muss die gesamte Strominfrastruktur umfangreich modernisiert werden. Die wichtigsten Maßnahmen und der aktuelle Stand im Überblick:

1. Ausbau der Nord–Süd-Höchstspannungsleitungen (Übertragungsnetz)

Um genügend Windstrom aus dem Norden Deutschlands zu den Verbrauchszentren im Süden transportieren zu können, werden bestehende Gleichstromtrassen ausgebaut und es kommen neue hinzu. Wichtige Großprojekte sind zum Beispiel die Trassen SüdLink, SüdOstLink und Ultranet. 
Aktueller Stand: Große Teile der Projekte haben Genehmigungen erhalten, viele Bauabschnitte sind gestartet, einige befinden sich noch in laufenden Verfahren oder Klagen. 

2. Erweiterung und Modernisierung der Umspannwerke und Knotenpunkte

Viele Übergabestellen zwischen den Spannungsebenen brauchen stärkere Transformatoren, zusätzliche Schaltfelder und neue Leitungsanschlüsse. Das erhöht die Übertragungskapazität und reduziert lokale Engpässe. 
Aktueller Stand: Die geplanten Maßnahmen sind sehr unterschiedlich und sollten daher besser individuell betrachtet werden. Einige Vorhaben wurden bereits vollständig umgesetzt, andere befinden sich in der Bauphase oder auch erst in der Genehmigungsphase.

3. Verstärkung der Mittel- und Niederspannungsnetze

Ortsnetze benötigen größere Leitungsquerschnitte, zusätzliche Kabeltrassen und mehr Ringstrukturen. Damit können sie sowohl hohe PV-Einspeisung als auch den steigenden Verbrauch durch Wärmepumpen und Wallboxen stabil aufnehmen. Aktueller Stand: regional sehr unterschiedlich und ein fortwährender Prozess – abhängig davon, wie sich Regionen entwickeln.

4. Einführung digitaler Netze (Smart Grids

Für ein zukunftsfähiges Stromnetz reicht der klassische Leitungsbau allein nicht aus. Entscheidend ist die Digitalisierung aller Netzebenen – von der großen Netzleitstelle bis zur einzelnen Hauseinspeisung. Erst durch flächendeckende Sensorik und Echtzeit-Monitoring lassen sich drohende Netzengpässe frühzeitig erkennen, Lastflüsse aktiv steuern und Einspeisung sowie Verbrauch dynamisch ausgleichen. Aktueller Stand: Smart-Grid-Technologien werden in mehreren Pilotprojekten erprobt. Bis zu einem vollumfänglichen Einsatz wird es aber noch einige Jahre dauern

5. Intelligente Messtechnik mit Steuerungsfunktion (Smart Meter)

Eine Voraussetzung für ein digitales Netz sind digitale Stromzähler mit Kommunikationseinheit. Diese sogenannten „Smart Meter“ liefern präzise und zeitnahe Verbrauchs- und Einspeisedaten aus Haushalten, Gewerbe und PV-Anlagen – und ermöglichen so ein aktives Lastmanagement, das heißt: Netzbetreiber können Lastspitzen reduzieren, flexible Verbraucher wie Wärmepumpen oder Wallboxen bedarfsgerecht steuern und gleichzeitig den Betrieb des Niederspannungsnetzes stabil halten. 
Aktueller Stand: Im Juni 2025 betrug die Smart-Meter-Quote über alle Messlokationen hinweg weniger als 5% (Quelle: Bundesnetzagentur). Das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) sieht vor, perspektivisch alle Haushalte in Deutschland mit Smart Metern auszustatten. Der gesetzliche Rollout soll bis 2032 weitestgehend abgeschlossen sein, wobei größere Verbraucher (> 6.000 kWh Jahresverbrauch, Wallboxen, Wärmepumpen) und Stromerzeuger (PV-Anlagen ab 7 kWp) priorisiert werden.  

6. Mehr Zwischenspeicher und Kraftwerkmodernisierung

Um Strom aus erneuerbaren Quellen bedarfsgerechter nutzen und das Netz stabilisieren zu können, sollen neue Batteriespeicher, Pumpspeicher und perspektivisch auch Wasserstoffspeicher gebaut werden. Gleichzeitig werden konventionelle Kraftwerke (z. B. Gas) schrittweise durch modernere Anlagen ersetzt oder so umgerüstet, dass sie Spitzenlasten und Dunkelflauten besser abfedern können.

Aktueller Stand: Batteriespeichr: Ende 2024 waren 921 Speicheranlagen in der Mittelspannungsebene und darüber angeschlossen – mit einer Gesamtleistung von rund 2,3 Gigawatt (GW). Gleichzeitig gingen bis Ende 2024 etwa 9.700 Netzanschlussanträge für Großbatteriespeicher ein, die zusammen eine Leistung von rund 400 GW umfassen. Dieses Volumen übersteigt den zu erwartenden Bedarf jedoch deutlich, sodass nicht davon auszugehen ist, dass alle geplanten Projekte realisiert werden. Bereits genehmigt wurden rund 3.800 Anträge mit einer Gesamtleistung von etwa 25 GW. 

Gaskraftwerke: Die Bundesregierung hat im November 2025 Ausschreibungen für neue gasbasierte Stromerzeugungsanlagen mit einer Leistung von insgesamt rund 10 GW beschlossen  .

Fazit

Die Modernisierung des deutschen Stromnetzes ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass die Energiewende gelingt. Der Aus- und Neubau von Leitungen, Umspannwerken und regionalen Netzen kommt voran, aber vielerorts noch langsamer als nötig. Digitale Technologien wie Smart Grids und intelligente Messsysteme werden in den kommenden Jahren eine immer wichtigere Rolle spielen, sind aber noch nicht flächendeckend verfügbar. Auch der Ausbau von Großspeichern und die Modernisierung von Kraftwerken müssen zügig angegangen werden. Zusammenfassend kann man sagen: Das Stromnetz entwickelt sich in die richtige Richtung, doch der Handlungsdruck bleibt hoch.
 

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