20. Februar 2012 | MVV

IG BCE engagiert sich für die Belange der Brandschützer

Kann ein Mitarbeiter der Werkfeuerwehr bis zum Renteneintritt mit 65 bzw. 67 Jahren dienstfähig sein? Wie wirkt sich die angekündigte EU-Richtlinie auf das etablierte 24-Stunden-Schichtsystem aus? Diesen und anderen Fragen widmet sich derzeit eine Arbeitsgruppe der Gewerkschaft IG BCE (Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie).

Bereits seit Oktober letzten Jahres werden die besonderen Arbeits- und Belastungssituationen der Mitarbeiter von Werkfeuerwehren innerhalb der Gewerkschaft IG BCE und den Belegschaftsvertretungen in den betroffenen Unternehmen diskutiert. Kürzlich hat dazu eine Sitzung der Landeszielgruppe Werkfeuerwehren Bayern im Industriepark Gersthofen stattgefunden.

Bundesweit werden in verschiedenen Arbeitsgruppen mögliche Ansatzpunkte und Maßnahmen erarbeitet. Dabei haben sich drei Themenfelder herauskristallisiert:

- Vorgezogener Rentenzugang für Mitarbeiter von Werkfeuerwehren bzw. Gleichbehandlung mit den Berufsfeuerwehren im öffentlichen Dienst - Berufsanerkennung des Werkfeuerwehrmannes/der Werkfeuerwehrfrau - Auswirkungen der EU-Richtlinie auf das etablierte 24-Stunden-Schichtsystem

Die kommunalen Brandschützer können zum Beispiel im Regelfall mit dem 60. Lebensjahr ungekürzte Pensionen beziehen. Der Mitarbeiter einer Werkfeuerwehr muss dagegen bis zum gesetzlichen Rentenalter von 65 bzw. 67 Jahren arbeiten. Die Diensttauglichkeit unter vollem Atemschutz und Vollschutzanzug muss ab dem 50. Lebensjahr jährlich durch eine spezielle Belastungsprüfung nachgewiesen werden. Hier wird eine Gleichbehandlung mit dem öffentlichen Dienst angestrebt.

Für die 30 Mitarbeiter der Werkfeuerwehr im Industriepark Gersthofen engagiert sich die Belegschaftsvertretung der IGS (Industriepark Gersthofen Servicegesellschaft) in enger Zusammenarbeit mit der IG BCE, Bezirk Schwaben. Die Geschäftsführung der IGS begleitet das Vorhaben insbesondere im Hinblick auf die Erhaltung einer schlagkräftigen Einsatztruppe zur Sicherheit des gesamten Industrieparks.

Um das Bewusstsein für diesen Themenkomplex auch in der Landes- und Bundespolitik zu stärken, waren am 13. Februar 2012 Vertreter der verschiedenen Fraktionen zu einem Informationsgespräch in den Industriepark eingeladen. Teilgenommen haben die Landtagsabgeordneten Christine Kamm (B 90/Grüne) und Dr. Linus Förster (SPD) sowie der Bundestagsabgeordnete Heinz Paula (SPD).

Die Politiker nahmen das Thema mit Interesse auf und baten um weitere Detailinformationen, um in ihren Ausschüssen gezielt vorgehen zu können. Insbesondere beim 24-Stunden-Schichtsystem werden Eingriffsmöglichkeiten gesehen, bevor die EU-Richtlinie in nationales Recht überführt wird.

Für Rückfragen steht Ihnen unsere Pressesprecherin Ingrid Knöpfle gerne zur Verfügung: Tel.: +49 821 479-2444,

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