Mit dem passenden Solarkabel zum optimalen Ertrag

Selbst erzeugter Strom liegt voll im Trend. Und das nicht, weil er einer Mode folgt, sondern weil eine Photovoltaikanlage sowohl bares Geld spart als auch einen echten Beitrag zu mehr Umweltschutz leistet.

Photovoltaik-Ratgeber

MVV-Solarkabel-Ratgeber

Wer an eine PV-Anlage denkt, sieht zuallererst die glasartigen, flächigen Kacheln auf den Hausdächern vor sich. Allerdings sind noch unzählige weitere Komponenten erforderlich, um die Sonnenenergie letztlich zur Steckdose zu befördern. Ein oft unterschätztes Bauteil ist das Solarkabel.

Was ist ein Solarkabel?

Photovoltaikanlagen bestehen aus mehreren Bausteinen, die erst in ihrer Gesamtheit dazu geeignet sind, Strom aus Sonnenlicht zu generieren: die Photovoltaikzellen, der Wechselrichter, die Akkuspeicherung, die Einspeisung in das öffentliche Netz. Verbunden werden alle diese einzelnen Bausteine über elektrische Leitungen - die Solarkabel. Ihre Aufgabe ist einerseits die Weiterleitung von elektrischem Strom in unterschiedlicher Form. Das kann sowohl Gleich- als auch Wechselstrom in verschiedenen Spannungen sein.

Andererseits überbrücken die Leitungen aber auch Distanzen. Denn die allermeisten Photovoltaikanlagen befinden sich auf Hausdächern. Die zugehörige Technik, also Wechselrichter, Akkus und sonstige Komponenten, werden dagegen typischerweise entweder im Dachraum oder im Keller untergebracht. Zuletzt gilt es, die Anlage mit dem öffentlichen Stromnetz zu verbinden. Leitungslängen von bis zu 50 Metern sind dabei selbst im Einfamilienhaus nicht selten.

Welches Solarkabel für welche Photovoltaikanlage?

Nicht jede Photovoltaikanlage ist gleich, ebenso nicht jeder Leitungsweg innerhalb eines stromerzeugenden Systems und nicht jedes Solarkabel. Je nach Anlage und konkretem Einsatzzweck ermöglichen unterschiedliche Leitungstypen die optimale Leistung.

Leitungslänge und -querschnitt

Die wohl wichtigsten Merkmale, über die sich ein Solarkabel definieren lässt, sind die Leitungslänge und der Querschnitt. Denn beide Faktoren beeinflussen ganz wesentlich, wie leicht der Strom im Kabel fließt und wie hoch die Verluste während des Transports sind. Je größer der Leitungsquerschnitt ist, desto mehr Strom mit umso weniger Leitungsverlusten kann eine Solarleitung befördern. Denn dann tritt sozusagen je Querschnittsfläche weniger Strom auf und der Stromfluss im Material - in aller Regel Kupfer - ist geringer.

Hinzu kommt, dass eine längere Leitung über die Strecke der Leitungsführung mehr Strom "verliert" als es bei einer kurzen Leitung der Fall ist. Die ideale Solarleitung ist also umso dicker, je mehr Strom über einen umso längeren Weg befördert werden muss. Aber Achtung: Ein dickeres Kabel kostet auch mehr. Es gilt deshalb, den optimalen Kompromiss aus Kosten und bestmöglicher Funktionalität zu finden.

Welcher Querschnitt für welche PV-Fläche?

Trotz individueller Unterschiede fallen Leitungslängen in Einfamilien-, Doppel- oder Reihenhäusern oft ähnlich aus. Deshalb regelt sich der Bedarf an Leitungsquerschnitt bei der Solarleitung oft maßgeblich über die angebundene Kollektorfläche. Der Fokus liegt dabei vor allem auf den Leitungen von der Kollektorfläche wegführend zum Wechselrichter und weiter zu Akkus oder Einspeisestelle.

Die Verbindungen der Module untereinander werden dagegen modulspezifisch vom Hersteller bemessen und verbaut. Typische Solarkabel weisen einen Querschnitt um 4 mm² auf, bei größeren Anlagen auch 6 mm². Der Querschnitt vor dem Wechselrichter fällt in der Regel etwas kleiner aus, die Wechselstromleitung zu Akku oder Einspeisung etwas größer. Wichtig ist, dass die Bemessung nicht pauschal, sondern anhand der individuell geplanten Anlagengröße vorgenommen wird.

Das richtige Kabel auswählen

Die Merkmale im Überblick

Natürlich spielen bei der Auswahl einer geeigneten Solarleitung auch noch andere Faktoren eine Rolle. Diese Aspekte sollen bei der Suche nach dem richtigen Produkt nie vernachlässigt werden:

  •  Leitungsquerschnitt (abhängig von Stromstärke und Länge)
  •  Bauart des Kabels (z. B. mehradrig für Anbindungsleitung mehrerer Module)
  •  Schutzklasse gegen mechanische Beanspruchung
  •  Feuchteschutz für Einsatz im Außenbereich
  • Abschirmung (v. a. bei Einbau in Nähe von Daten-Komponenten)
  • evtl. Vorausstattung mit Steckern oder anderen Verbindungselementen

Das Solarkabel - lange Leitung mit Mehrwert

Es wird deutlich, dass es sich bei einem Solarkabel zwar "nur" um eine elektrische Leitung handelt. Diese ist nicht mehr als die Verbindung verschiedener Komponenten über einen flexiblen Metallkern, der den erforderlichen Strom leitet. Ein näherer Blick auf die Eigenheiten der Solarleitung verdeutlicht jedoch rasch, dass nur ein gut bemessenes und auch hinsichtlich seiner sonstigen Eigenschaften richtig ausgewähltes Kabel sich für den Einsatz in einer PV-Anlage eignet. Mit einem passenden Kabel gelingt das optimale Verhältnis zwischen Anschaffungskosten und Beständigkeit, zwischen minimalen Leitungsverlusten und praktisch orientierter Dimensionierung.

Wir beraten Sie gerne ausführlich bei Ihrem Vorhaben einer eigenen Photovoltaikanlage.

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